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Adlon-Investor wirft Signal Iduna Prozessbetrug vor

16.02.2018 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deDer Rechtsstreit zwischen der Signal Iduna und dem Adlon-Investor Anno August Jagdfeld scheint weiter zu eskalieren. Laut einem Bericht des Handelsblatt wollen die Anwälte des früheren Fondsinvestors vor dem Landgericht Dortmund die Aussetzung des Verfahrens beantragen. Der Grund: Sie werfen der Signal Iduna versuchten Prozessbetrug vor und wollen eine Strafanzeige gegen einen früheren Mitarbeiter einreichen.

Die Juristen des früheren Adlon-Investors beziehen sich dabei laut Bericht auf Unterlagen zum Beitritt zur Schutzgemeinschaft, welche die Signal Iduna erst nach mehreren Aufforderungen durch die Anwälte der Kanzlei Wegner & Partner am Dienstag in das Verfahren habe einbringen lassen. Der Vorwurf: Die eingereichte Beitrittserklärung der Signal Iduna zur Schutzgemeinschaft unterscheide sich in wesentlichen Teilen von den Beitrittserklärungen anderer Mitglieder.

Dabei vermuten Jagdfelds Juristen, dass die Signal Iduna einen maßgeblichen Einfluss auf die Vertragsgestaltung in der Schutzgemeinschaft gehabt haben soll. Zudem wolle der Dortmunder Versicherungskonzern mit einer “Verzögerungstaktik” ihre Rolle bei der Gründung der Schutzgemeinschaft verschleiern, heißt es weiter.

Die Signal Iduna selbst weist die Vorwürfe hingegen zurück: “Aus unserer Sicht ist der Vorwurf des Prozessbetruges ein durchsichtiges Manöver der Anwälte von Anno August Jagdfeld. Den Anwälten von Anno August Jagdfeld ist es in den Zeugenbefragungen der letzten Tage vor dem Landgericht Dortmund durchgängig nicht gelungen, ihren Vorwurf eines Rufmordes an Anno August Jagdfeld durch die Signal Iduna auch nur im Ansatz zu erhärten. Vielmehr wurde klar, dass dieser Vorwurf absolut haltlos ist. Daher wird nun eine Strafanzeige wegen Prozessbetrug angekündigt, um trotzdem den Druck auf die Signal Iduna aufrecht zu erhalten”, betont ein Unternehmenssprecher in einer offiziellen Stellungnahme des Konzern.

Lutz Aderhold, Anwalt der Signal Iduna, bezeichnete den Vorwurf des Prozessbetruges zudem als “Manöver”. “Wir weisen das aufs Schärfste zurück”, wird er im Handelsblatt zitiert. Gunther Lehleiter von der Kanzlei Aderhold & Partner wies den Vorwurf ebenfalls als “unzutreffend” zurück. (vwh/td)

Bildquelle: Q.pictures / PIXELIO (www.pixelio.de)

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