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Adlon-Investor fordert eine Milliarde Euro von Signal Iduna

06.02.2018 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deDer Rechtsstreit zwischen der Signal Iduna und dem Adlon-Investor Anno August Jagdfeld (71) geht heute vor dem Dortmunder Landgericht in eine neue Runde. Medienberichten zufolge fordert der Erbauer des Berliner Nobelhotels vom Versicherer rund eine Milliarde Euro Schadenersatz. Der Vorwurf: “Absprachen über die Durchführung und Strategie einer Rufmordkampagne”.

Worum es eigentlich geht: Der Dortmunder Versicherer hatte rund fünf Mio. Euro in den Adlon-Fonds Jagdfelds investiert. Dabei rechnete die Signal Iduna allein für die Jahre 2011 bis 2014 mit einem Rückfluss von 1.137.500 Euro. Am Ende waren es gerade mal 200.000 Euro, berichtet das Handelsblatt.

Der Immobilienunternehmer selbst wirft dem Versicherer wiederum vor, Lügen verbreitet und dessen Seriosität in Frage gestellt zu haben. Als Folge davon habe die Jagdfeld-Gruppe keine Kredite mehr erhalten und sei dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Bereits im Jahr 2016 hatte Jagdfeld die Signal Iduna aus diesem Grunde zunächst auf einen Schadenersatz von 536 Mio. Euro verklagt. In erster Instanz sah das Gericht allerdings keinen Beweis für die Rufschädigung. Dennoch schlugen die Richter laut Bild einen Vergleich vor, wonach der Versicherer hätte 20 Mio. Euro zahlen sollen. Dies habe die Signal Iduna jedoch abgelehnt.

Die Folge: Am heutigen Verhandlungstag soll nun der Vorstand der Signal Iduna in dieser Angelegenheit aussagen. Um eine Geldsumme soll es nach Aussage der Signal Iduna jedoch nicht gehen. “Gegenstand des Verfahrens vor dem Landgericht Dortmund ist lediglich, ob Herr Jagdfeld überhaupt Anrecht auf Schadenersatz haben könnte. Schon im Dezember 2016 hat das Gericht zu erkennen gegeben, dass es bereits diese Klage abweisen würde”, betont ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von VWheute. Fakt sei jedoch: “Niemand bei der Signal Iduna hat sich je negativ zu Herrn Jagdfeld geäußert”.

Eine ähnlich hohe Schadenssumme gab es übrigens bislang nur einmal in der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Im Jahr 2014 einigten sich die Erben des verstorbenen Medienunternehmers mit der Deutschen Bank im Rahmen eines Vergleichs auf eine Zahlung von 925 Mio. Euro. (vwh/td)

Bildquelle: Q.pictures / PIXELIO (www.pixelio.de)

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