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Adlon-Anleger fordern Schadenersatz von Signal Iduna

17.05.2018 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deDer Endlos-Rechtsstreit zwischen der Signal Iduna und dem Adlon-Investor Anno August Jagdfeld wird immer skurriler. Nach Angaben der Jagdfeld-Gruppe habe sich eine Mehrheit von 92 Prozent der Adlon-Anleger dafür ausgesprochen, Schadensersatz in Höhe von mindestens 720.000 Euro von ihrem Mitgesellschafter zu fordern. Der Versicherer selbst gibt sich indes weiterhin gelassen.

Mit dem Beschluss habe “die überwiegende Mehrzahl der etwa 4.400 Adlon-Anleger dem Kläger Anno August Jagdfeld Rückendeckung für die von ihm im Namen der Adlon-Eigentümer angestrengte Schadensersatzklage gegen den Dortmunder Versicherungskonzern” gegeben, heißt es in einer Mitteilung. Dieser habe den Versicherer “Ende 2014 auf Schadensersatz in Höhe von mindestens 720.000 Euro verklagt, die den Anlegern in Folge einer mehrjährigen Rufmordkampagne entstanden waren”, heißt es weiter.

Die Anleger selbst geben sich weiterhin siegesgewiss: So würden mit der Entscheidung auch die Erfolgsaussichten in der Berufungsinstanz vor dem Oberlandesgericht Hamm steigen. So habe das Landgericht Dortmund die Klage aus “rein formalen Gründen” abgewiesen, weil es keinen regelrechten Beschluss der Adlon-Anleger für diese Klage gegeben habe, hieß es in einer Mitteilung.

Die Signal Iduna gibt sich jedenfalls weiterhin gelassen. “Die nachträgliche Genehmigung der Klage durch den Fundus-Fonds gegen die Signal Iduna ändert nichts an der Ausgangssituation im Gerichtsprozess: Niemand aus der Signal Iduna-Gruppe hat sich jemals negativ zu Herrn Jagdfeld geäußert. Selbst Herr Jagdfeld hat im gesamten Prozess vor dem Landgericht Dortmund nicht eine einzige negative Aussage präsentieren können. Auch alle anderen Versuche von Herrn Jagdfeld, eine Rufmordkampagne zu konstruieren, sind vor Gericht gescheitert. Deshalb wird Herr Jagdfeld vor dem Landgericht Dortmund scheitern”, heißt es in einer Stellungnahme des Versicherers auf Anfrage von VWheute.

“Gleiches gilt für die Klage des Fundus-Fonds. Weder Herr Jagdfeld noch der Fundus-Fonds werden jemals auch nur einen einzigen Cent Schadenersatz erhalten. Leider hat Herr Jagdfeld in der nachträglichen und außerordentlichen Genehmigung der Klage die Anleger über diese schlechten Erfolgsaussichten und die zu erwartenden Kosten nicht informiert. Bei einer ehrlichen Information der Anleger wäre es wohl nicht zu diesem Mehrheitsbeschluss gekommen”, betonte eine Unternehmenssprecher. (vwh/td)

Bildquelle: Q.pictures / PIXELIO (www.pixelio.de)

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