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Zwölf Prozent Ausländer in der Rentenversicherung

25.02.2016 – Rente_BankenverbandDer Anteil ausländischer Versicherter in der Deutschen Rentenversicherung lag 2014 bei 12,02 Prozent. Dies geht aus einer Kleinen Anfrage der Grünenfraktion im Bundestag an die Bundesregierung hervor. Davon stammten 4,85 Prozent aus der Europäischen Union (EU) sowie 7,17 Prozent aus anderen Staaten. Demnach hatten 2014 von 36,5 Millionen Versicherten rund 4,4 Millionen eine ausländische Staatsbürgerschaft.

Laut Bundesregierung stammen die meisten aktiv Versicherten mit EU-Staatsbürgerschaft aus Polen. So wurden 2014 Beiträge für insgesamt 364.228 Menschen mit einer polnischen Staatsbürgerschaft in der Rentenversicherung geleistet. Dies entspreche einem Anteil von 20,56 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen Italien mit 284.690 Versicherten (Anteil 16,07 Prozent), Rumänien mit 177.889 Versicherten (10,04 Prozent), Griechenland mit 154.148 Versicherten (Anteil 8,70 Prozent) und Kroatien mit 91.096 Prozent (Anteil 5,14 Prozent).

Den größten Anteil der Versicherten aus den Nicht-EU-Staaten stellen türkische Staatsbürger mit 36,17 Prozent bzw. 945.777 Versicherten. Auf den weiteren Rängen folgen Serbien mit 230.781 (Anteil 8,83 Prozent), Russland mit 134.137 (Anteil 5,13 Prozent), Bosnien-Herzegowina mit 67.956 (Anteil 2,60 Prozent) und der Ukraine mit 64.325 (Anteil 2,46 Prozent).

Zu den finanziellen Auswirkungen von Fluchtmigration auf die gesetzliche Rentenversicherung in der Vergangenheit konnte die Bundesregierung keine Angaben machen. Allerdings sei unter anderem die Zahl der Versicherten Syrer von 14.683 im Jahr 2010 auf 42.212 im Jahr 2014 gestiegen. Die Zahl der Versicherten aus dem Irak stieg im gleichen Zeitraum von 44.860 auf 51.567.

Zudem betont die Bundesregierung, dass auch Menschen darunter seien, die schon länger in Deutschland leben oder gar hier geboren seien. Daher könne das von der Rentenversicherung gespeicherte Merkmal der Staatsangehörigkeit nicht ohne Einschränkung als Zuwanderung, interpretiert werden. Allerdings geht die Bundesregierung davon aus, dass die zur Entspannung der demografischen Herausforderungen beitragen können, denen die gesetzliche Rentenversicherung langfristig gegenüber stehe. (vwh/td)

Link: Die Antworten der Bundesregierung zur Kleinen Anfrage (PDF)

Bildquelle: Bankenverband

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