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Zuwanderung hält demografischen Wandel nicht auf

14.01.2016 – Alexander_Erdland_GDVAb 2023 wird der demografische Wandel europaweit spürbar, so ein Befund des aktuellen Trendbriefs Altersvorsorge des GDV. Zuwanderung alleine, sagt Alexander Erdland, könne diese Entwicklung nicht aufhalten. “Utopische Zuwanderungszahlen wären notwendig, um den Altenquotienten, also das Verhältnis von alten zu jungen Leuten, annähernd konstant zu halten.”

Alexander Erdland stellt angesichts der aktuellen Entwicklung fest: “Davon sind wir trotz hoher Flüchtlingszahlen weit entfernt.” Er sieht hier in Deutschland großen Reformbedarf. Als Beweis, dass Maßnahmen sich lohnen können, führt er die Rente mit 67 an: “Ohne die vor einigen Jahren richtigerweise eingeführte Rente mit 67 stände Deutschland wesentlich schlechter da.”

Zentrale Entscheidung sieht er für Europa bei den einzelnen Mitgliedsstaaten. “Europa versucht aber seit einigenJahren stärker auf die nationale Rentenpolitik einzuwirken, auch, weil die demografisch bedingt stetig steigenden Rentenausgaben ein Risiko für die finanzielle Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit der Haushalte in den EU-Ländern sind”, kritisiert Erdland. Gerade das von der Eiopa angestrebte EU-weite Vorsorgeprodukt nimmt er in den Blick: “Welchen Beitrag ein neues PEPP leisten kann, wird sehr davon abhängen, ob es als echte Altersvorsorge ausgestaltet wird.”

Den entscheidenden europäischen Hebel jenseits der Rentenpolitik sieht Erdland in den geldpolitischen Rahmenbedingungen.

“Was in Europa vor allem fehlt, ist ein übergreifender Ansatz zur Demografie. Rentenpolitische Erwägungen werden nur selten systematisch mit den Bedürfnissen der Gesellschaft im weiteren Sinne verknüpft”, attestiert Monika Queisser, Leiterin der Abteilung Sozialpolitik der OECD. (vwh/ku)

Link: Trendbrief Altersvorsorge Januar 2016 (PDF)

Bildquelle: GDV-Präsident Alexander Erdland (Quelle: GDV)

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