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Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist rückläufig

18.06.2015 – insolvenz_schuetz_pixelioIn Deutschland ist die Zahl der Insolvenzen im ersten Halbjahr 2015 weiterhin rückläufig. So registrierte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform insgesamt 11.100 Unternehmensinsolvenzen (Vorjahreszeitraum: 12.060) und 40.200 Verbraucherinsolvenzen (Vorjahreszeitraum: 43.870). Auch für das Gesamtjahr sei mit einem weiteren Rückgang zu rechnen.

Die Gründe für die positiven Entwicklungen sieht Creditreform vor allem in der stabil guten Binnenkonjunktur sowie den günstigen Finanzierungsbedingungen. Zudem hätten vor allem kleine und mittlere Unternehmen mehr Eigenkapital aufgebaut und somit an Stabilität gewonnen. “Man könnte sich fragen, ob uns die Pleiten ausgehen”, bilanzierte Creditreform-Experte Helmut Rödl gegenüber dem Handelsblatt: “Der Trend ist eindeutig nach unten gerichtet.” Insgesamt habe der Mittelstand “an Stabilität genommen”. Für das Gesamtjahr geht der Experte nun von 23.000 bis 24.000 Unternehmenspleiten aus.

Besonders deutlich sei der Rückgang der Insolvenzen im Dienstleistungsgewerbe. So sank die Zahl der Insolvenzen dort um 10,1 Prozent auf bundesweit 6.170 Fälle. In der überwiegenden Mehrzahl mit 84,2 Prozent seien allerdings Kleinstbetriebe betroffen. Im verarbeitenden Gewerbe fiel die positive Entwicklung hingegen mit einem Minus von 3,3 Prozent auf 890 Fälle deutlich geringer aus. Im Baugewerbe gab es im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 1.720 Insolvenzen (minus 5,5 Prozent), im Handel waren es 2.320 (minus 5,7 Prozent).

Die Schäden für die Insolvenzgläubiger und die öffentliche Hand schätzt Creditreform zudem im ersten Halbjahr 2015 auf etwa 13,9 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 13,3 Mrd. Euro). Die Insolvenzforderungen der privaten Gläubiger belaufen sich zudem auf durchschnittlich 910.000 Euro je Insolvenzfall, so die Experten von Creditreform weiter. (vwh/td)

Bildquelle: Dieter Schütz / pixelio.de

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