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Zahl der Arbeitslosen sinkt auf neuen Tiefststand

03.06.2015 – arbeit-agentur-150Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai diesen Jahres um 81.000 auf 2.2762.000 gesunken. Damit verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit die geringste Arbeitslosenzahl im Mai seit 24 Jahren. So habe sich die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit dem üblichen Frühjahrsaufschwung fortgesetzt, teilte die Arbeitsagentur weiter mit. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.

“Obwohl sich das Wirtschaftswachstum zuletzt etwas abgeschwächt hat, entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiterhin günstig”, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Allerdings ist nach einer Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums jede achte Tätigkeit in Deutschland von der Automatisierung bedroht. So wiesen derzeit zwölf Prozent der Arbeitsplätze ein Tätigkeitsprofil mit einer hohen Automatisierungswahrscheinlichkeit in den kommenden zehn bis 20 Jahren auf, schrieb Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau.

“Daraus folgt für mich: Der digitale Strukturwandel fordert uns neue Antworten ab. Aber er überfordert uns nicht”, so Nahles weiter. Allerdings verlange gute Arbeit auch, “das Emanzipations- und Humanisierungspotenzial der neuen Technologien auch zu nutzen”, forderte die Bundesarbeitsministerin.

Christian Rieck, Lehrstuhlinhaber für Finanzen und Wirtschaftstheorie in Frankfurt am Main, geht sogar davon aus, dass Roboterberater alle Voraussetzungen hätten, Menschen spätestens ab 2030 aus der Anlageberatung zu verdrängen. “Der Finanzbereich ist wie geschaffen für Computer, weil er hochkomplex ist”, so Rieck.

Die Zahl der Beschäftigten in der Versicherungsindustrie ist jedenfalls in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Wie aus einer Statistik des Arbeitgeberverbandes hervorgeht, sank die Gesamtzahl der Beschäftigen um knapp 30.000 von 240.800 im Jahre 2004 auf 211.700 im Jahr 2014. Die Zahl der Innendienstmitarbeiter ging im gleichen Zeitraum von 176.600 auf 160.600 zurück. Im Außendienst sank die Zahl der Beschäftigten von 50.100 (2004) auf 38.600 (2014). Zudem sank die Zahl der Auzubildenden von 14.100 im Jahr 2004 auf 12.100 im vergangenen Jahr. (vwh/td)

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