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Wirtschaftskriminalität trifft jedes dritte Unternehmen

05.12.2014 – cyber-daten-diebIn den vergangenen zwei Jahren ist jedes dritte Unternehmen in Deutschland ein Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden – darunter sogar die Hälfte aller großen Unternehmen. Der entstandene Schaden wird auf etwa 80 Mrd. Euro geschätzt. Häufigste Delikte waren Diebstahl und Unterschlagung sowie Betrug und Untreue.

Eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 400 Unternehmen ergab, dass die höchsten Schadenssummen durch Kartellrechtsverstöße entstehen. So beziffern etwa drei Viertel der befragten Unternehmen ihren individuellen Schaden auf über eine Mio. Euro. Hinzu kommen Bußgelder, Geldstrafen und mögliche Gewinnabschöpfungen. “Das kann im Einzelfall dazu führen, dass Kartellrechtsverstöße ein Unternehmen an seine existenziellen Grenzen bringen”, sagte Alexander Geschonneck, Partner bei KPMG und Leiter des Bereichs Forensic.

Besonders groß ist unter den Unternehmen auch die Angst vor Datendiebstahl oder Datenmissbrauch. Fast zwei Drittel gehen davon aus, dass das Risiko von einem “Datendelikt” betroffen zu werden, in Zukunft noch steigen werde. “Die Dunkelziffer ist gerade bei daten- und technikbezogenen Deliktarten oftmals höher als die betroffenen Unternehmen ahnen”, so Geschonneck weiter.

Die Umfrage der KPMG ergab zudem, dass vor allem der Vertrieb am häufigsten von Wirtschaftskriminalität betroffen war. Zudem komme die Mehrheit der ermittelten Täter aus dem eigenen Unternehmen. Innerhalb dieser Gruppe ist der Anteil von Mitarbeitern unterhalb der Topmanagement-Ebene auf 66 Prozent angestiegen. “Das ist ein fataler Widerspruch. Integrität und gesetzeskonformes Verhalten müssen von den Führungsebenen vorgelebt werden”, kritisierte Geschonneck. (vwh/td)

Bildquelle: vwh

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