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Was wiegt schwerer: Terrorgefahr oder schlechte Ernährung?

27.02.2015 – Die Mehrheit der Bundesbürger schätzt ihre Risiken im Alltag falsch ein: Terroranschläge, Gewaltverbrechen oder Flugzeugabstürze werden von einem Großteil überschätzt. Die Risiken ungesunder Ernährung, des Rauchens oder von Bewegungsmangel stufen hingegen viele als niedrig ein, obwohl sie tatsächlich eine ernstzunehmende Gefahr sind. Auch bei Krankheiten wie Alzheimer, Schlaganfall oder Herzinfarkt unterschätzt die Mehrheit das Risikopotenzial.

„Existenzielle Risiken wie schwere Krankheiten werden mehrheitlich verdrängt, obwohl sie relativ häufig auftreten. Absicherungslücken in der breiten Bevölkerung sind die Folge”, sagt Bernhard Rapp, stellvertretender Deutschlandchef des Lebensversicherers Canada Life

Terroranschläge zählen zu den am häufigsten überschätzten Gefahren. „Statistisch wird bei uns nur etwa einer von 27,3 Mio. Menschen im Jahr Opfer eines Anschlags“, so Heilmann. Rund 79 Prozent gehen jedoch von einem deutlich höheren Risiko aus.

Die unterschätzten Risiken

(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Die Mehrheit der Deutschen unterschätzt laut Umfrage die offensichtlichen Risiken. (Quelle: Canada Life)

Wenig risikobewusst sind die Deutschen, wenn es um Krankheiten geht. Rund drei von vier Bundesbürgern unterschätzen die Wahrscheinlichkeit, vor dem 65. Lebensjahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Bei Alzheimer gehen sogar 83 Prozent, bei Krebs 70 Prozent von einer zu niedrigen Erkrankungsrate aus.

Dabei liegen gerade hier die realen Gefahren: „Statistisch muss einer von 250 Deutschen vor 65 mit einem Schlaganfall rechnen“, so Risikoforscher Klaus Heilmann, der die Studie mit Canada Life durchgeführt hat. „Bei Krebs beträgt die Rate sogar 1 zu 160.“ (vwh/ku)

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