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Weniger Arbeitsunfälle 2015

19.04.2016 – Bauarbeiter_Thomas Lucks_ BG BAUDie Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist 2015 leicht um 0,5 Prozent zurückgegangen. Laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich im vergangenen Jahr in der gewerblichen Wirtschaft und im öffentlichen Sektor insgesamt 865.500 Arbeitsunfälle. Im Vorjahr waren es noch 869.817 Unfälle. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle sank um 45 auf 438.

Nach Angaben des DGUV kammen 348 Versicherte bei einem Wegeunfall ums Leben. Dies sind 26 mehr als noch 2014. Rückläufig ist die Zahl der meldepflichtigen Schulunfälle. Hier sank die Zahl in 2015 um 4,3 Prozent auf 1.228.740. Die Zahl der Schulwegunfälle ging ebenfalls um zwei Prozent auf 107.754 zurück. Angestiegen ist hingegen laut DGUV die Zahl der tödlichen Schulunfeälle. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 60 Schülerinnen und Schüler bei Schul- und Schulwegeunfällen ums Leben. Dies sind 18 mehr als noch 2014.

Ebenfalls gestiegen sind auch die Anzeigen bei Verdacht auch eine Berufskrankheit. Über 77.000 Mal machten Ärzte, Krankenkassen, Versicherte oder deren Arbeitgeber im vergangenen Jahr 2015 eine Meldung an die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Dies entspricht einem Anstieg um 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

“Diese Zunahme mag im ersten Moment erstaunen, erklärt sich aber im Wesentlichen dadurch, dass 2015 vier neue Berufskrankheiten in die Berufskrankheitenliste aufgenommen wurden: der so genannte ‘weiße Hautkrebs’, das Carpaltunnel-Syndrom, das Hypothenar-Hammer-Syndrom sowie Kehlkopfkrebs durch Exposition gegenüber Schwefelsäuredämpfen”, sagte Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Da Hautkrebs und Carpaltunnel-Syndrom sehr häufig aufträten, seien Verdachtsanzeigen in dieser Größenordnung zu erwarten gewesen.

Gleichzeitig begrüßte der DGUV-Hauptgeschäftsführer den Rückgang der Unfallzahlen der DGUV-Hauptgeschäftsführer ausdrücklich. Dennoch gebe es noch eine Menge zu tun bleibe: “Unser Ziel bleibt die Vision Zero: Niemand darf bei der Arbeit das Leben verlieren”, so Breuer. (vwh/td)

Bildquelle: Thomas Lucks / BG-BAU

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