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Wahlempfehlung für Vermittler

14.08.2013 – reichtagskuppelCDU/CSU und FDP kommen den Interessen der Versicherungsvermittler in vielen Belangen entgegen. Dies ergab eine Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) unter den Parteien. SPD und Bündnis90/Die Grünen kündigen hingegen Einschränkungen ein.

Der BVK bat die im Parlament vertretenen Parteien zu Stellungnahmen zu zentralen Vermittlerthemen, von der sozialpolitischen Bedeutung der Vermittler, zu ordnungspolitischen Eingriffen, Provisionsbegrenzungen bis hin zum Leitbild der „Ehrbaren Versicherungskaufleute“ und europapolitischen Regelungen. Die CDU/CSU kündigte an, „die Versicherungswirtschaft vor steuerlichen Mehrbelastungen, wie sie von Rot/Grün geplant sind, schützen“ zu wollen. Die Linke äußerte, dass mit der Riester-Reform und der damit eingeleiteten Teilprivatisierung der Rentenversicherung das Marktpotential für Vorsorgeprodukte erheblich gesteigert worden ist, wovon Versicherungsvermittler profitierten. „Ein sozialpolitischer Auftrag lässt sich daraus nicht ableiten“, so die Linke. CSU/CSU und FDP begrüßen das vom BVK ins Leben gerufene Leitbild der „Ehrbaren Versicherungskaufleute“. Die SPD warnt hingegen: „Eine solche Selbstverpflichtung kann jedoch verbindliche gesetzliche Standards nicht ersetzen.“ Bündnis 90/Die Grünen schreibt dazu: „Im Sinne der Vermittlerinnen und Vermittler ist letztlich aber auch, dass wir durch eine Regulierung der Provisionshöhen die provisionsbasierte Falschberatung eindämmen und bei kapitalisierenden Produkten die Zahlung der Provisionen auf die gesamte Vertragslaufzeit strecken wollen.“

Der BVK wollte unter anderem wissen, wie die Parteien zu der Offenlegung von Provisionen stehen, wie sie durch IMD II und MIFID drohen. CDU/CSU gab an, dass die unaufgeforderte Offenlegung der Vermittlerprovisionen „sorgfältig geprüft werden“ müsse. Die FDP schließlich kommentierte, dass bei der Offenlegung von Provisionen – anders als zum Beispiel im Wertpapierbereich – die Wirkungen für die Beratungsqualität abgewogen werden müssten. Bündnis 90/Die Grünen sind deutlich für die Offenlegung der Provisionen. Die SPD will die europäischen Vorhaben nach ihren Worten „zügig in deutsches Recht umsetzen“.

Foto: Reichstagskuppel (Quelle: Deutscher Bundestag)

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