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Von versicherten Wildschweinen und unversicherten Dachsen

02.10.2013 – wildschwein-363“Schwarzkittel-Alarm: Wildsau wütet in Hotel-Garage.” “Wildschwein verwüstet Obstbaumwiese.” “Unter aller Sau: Wildschweine machen sich am Ortsrand breit.” Landauf-landab mehren sich die von Wildschwein-Rotten verursachten Schäden. Grund ist die explosionsartige Vermehrung der Tiere. Wer “Wildschwein wütet” in die Suchmaschine eingibt erhält 18.000 Suchergebnisse = 18.000 Schadenereignisse.

In Neuss wurde kürzlich ein Wildschwein mitten in der Stadt entdeckt, zum erstenmal seit 40 Jahren. An den Ortsrändern der Bundeshauptstadt Berlin sind die wilden Schweine schon länger ein Thema. Damit werden die Tiere auch ein Thema für die Versicherungsbranche, Stichwort Wildschaden. Schaden ist aber nicht gleich Schaden und Wild nicht gleich Wild. Ruiniert ein Wildschwein die Wiese oder gar den Vorgarten kommt der Wildschadenschätzer der Stadt, schätzt das Ausmaß und meldet den Vorgang der Versicherung. Durchwühlt jedoch ein Dachs den Acker geht der Landwirt leer aus. Ersatzpflichtig ist vor allem der Schaden von Rot- und Schwarzwild sowie Kaninchen, so steht es im Bundes- und Landesjagdgesetz. Vom Wildschaden spricht man, wenn das Wild durch seine natürliche Lebensweise, Nahrungsaufnahme, Bewegung oder sonstige Gewohnheit Schaden am Grundstück oder seinen Erzeugnissen anrichtet. Warum nicht alle Tiere wildschadenpflichtig sind, kann nicht genau gesagt werden. Vermutlich hat das historische Gründe.

Foto: Wo sie auftreten wächst kein Gras mehr: Allesfresser Wildschweine können große Schäden verursachen (Quelle: Jagd-Blog)

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