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Versorgungsgesetz: Chancen bleiben ungenutzt

12.06.2015 – Arztbesuch_Philipp_Flury_PixelioDas Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung, das gestern vom Bundestag verabschiedet wurde, lässt Chancen ungenutzt. Viele Punkte, wie den Aufkauf von Arztpraxen oder die Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung, sieht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kritisch.

Ziel des Gesetzes: die Überversorgung in Ballungsräumen soll entzerrt und die ärztliche Unterversorgung auf dem Land behoben werden. Allein durch die Tatsache, dass Praxisübernahmen oder Niederlassungen in Bereichen unterbunden werden, die einen hohen Versorgungsgrad haben, würde dieser in unterversorgten Regionen nicht besser, lautet die zentrale Kritik von Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV.

Die vorgesehenen Terminservicestellen, die Versicherten innerhalb von vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt verschaffen sollen, weist die KBV vehement zurück. Vor allem die Tatsache, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei kurzen Wartezeiten führend ist, werde von der Politik offenbar nicht anerkannt.

Immerhin habe man durch Lobbyarbeit die Entschärfung des Gesetzes in vielen Punkten erreicht. (vwh/ku)

Bildquelle: Philipp Flury / pixelio.de

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