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Versicherungsmakler in der Beweispflicht

08.10.2015 – 2915_versrEin Versicherungsmakler muss “substanziiert” darlegen können, welche Informationen er bei der Beratung erteilt hat. Dies gilt auf jeden Fall bei behaupteter Falschberatung, hat das OLG Saarbrücken festgestellt. Im verhandelten Fall ging es um nicht kommunizierte Nachteile eines Basisrentenversicherungsvertrags, konkret über die fehlende jederzeitige Verfügbarkeit des Kapitals.

Der Versicherungsmakler kann sich in diesem Fall nicht auf die Versicherungsbedingungen zurückziehen und dem Versicherungsnehmer grobe Fahrlässigkeit unterstellen, wenn diese nicht durchgelesen wurden. Erfüllt darüber hinaus die Beratungsdokumentation keine Hinweise zu einer Aufklärung über die Nachteile, ist laut OLG Saarbrücken (5 U 64/13) davon auszugehen, dass es an einer solchen Beratung gefehlt hat. (vwh/ku)

Die Details und weitere Rechtsfälle finden Sie in der aktuellen Ausgabe von VersR (29/15)

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