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Versicherungsbetrug: Dummheit wirkt strafmildernd

08.07.2015 – Auto Torsten Rempt_pixelio.de -Mit Spiritus das eigene Auto anzünden und von der Versicherung 4.000 Euro Schadenersatz fordern. Aus Geldnot entschloss sich ein Dresdener Paar zu diesem Betrugsversuch. Doch weil es sich dabei sehr dämlich anstellte, stand das Paar am Montag vor dem Amtsgericht Dresden. Beide erhielten eine Bewährungsstrafe.

Am 30. Oktober 2012 kurz vor 7 Uhr stand auf einem Lidl-Parkplatz in Dresden plötzlich ein orange-farbener Seat Cordoba in Flammen. Das Feuer erlosch schnell, es gab keine Verletzten. Der elf Jahre alte Wagen erleidet jedoch einen Totalschaden.

Die Besitzer, Hauswirtschafterin Katja P. (26) und Kraftfahrer Georg B. (29), forderten von der Badischen Versicherung 4.000 Euro Schadenersatz. Der Gutachter zweifelte allerdings an der Geschichte und alarmierte die Polizei.

Im Prozess stellte sich heraus, dass das Paar Geldsorgen hatte und 3.000 Euro für den TÜV brauchte. Insofern täuschte der Trucker einen Einbruch im Auto vor, verschüttete Spiritus im Innenraum und zündete ihn an. Um mehr Geld von der Versicherung herauszuholen, manipulierte er zusätzlich den Kilometerstand und fälschte die Kfz-Papiere.

Richter Arndt Fiedler: „Das Vorgehen war sehr dilettantisch.“ Weil das Paar gestand, gab es eine „moderate Strafe“, so der Vorsitzende. Das Gericht verurteilte beide zu einer Bewährungsstrafe – ein Jahr für Katja P., zwei Jahre für Georg B. (vwh/dg)

Bildquelle: Torsten Rempt / pixelio.de

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