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“Versichert und verloren” – die Never-Ending-Story

18.08.2015 – Der Programmtitel gestern Abend auf dem prominenten journalistischen ARD-Sendeplatz “Die Story” zeigte die Richtung sich wiederholender journalistischer Features über Versicherer, die sich gegen die Schadensleistung an Versicherte mit allen Mitteln wehren.

Im Mittelpunkt der Haftpflichtfall eines seit Geburt an Behinderungen leidenden Kindes, der sich seit drei Jahrzehnten über die Gerichtsinstanzen hinzieht.  Ein Angebot von insgesamt zwei Mio. Euro Schadensersatz durch den Hauptversicherer Allianz findet die Mutter für die lebenslange Betreuung des inzwischen 31jährigen Sohnes nicht hinreichend. Darüber wird mit Gutachten und Gegengutachten schier endlos gestritten. Und hier baut die SWR-Sendung eine neue Front auf, die in den bisherigen Stücken gegen die angeblich chronischen “Neinsager” auf Versichererseite nicht so im Visier stand.

Als skandalträchtig wird von der verantwortlichen SWR-Wirtschaftsredaktion herausgestellt, dass es im  Unterschied etwa zum Kfz-Sektor bei Haftpflichtfällen im Gesundheitsbereich keine vereidigten Gutachter gebe. Auch Interessenüberlappungen im Geflecht von Versicherern, Justiz und beauftragten Gutachtern wollen die Rechercheure ausgemacht haben.

Der filmische 45 Minuten-Report wird auf den ARD-Programmschienen insgesamt fünfmal wiederholt und ist darüber hinaus in der Mediathek dauerhaft verfügbar. Zugehörige Stellungnahmen von Unternehmen fallen da wohl schneller dem Vergessen anheim; zäher klebt die Reputationswirkung auf die Branche insgesamt (hkm).

Link: Die komplette Dokumentation in der ARD

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