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Versicherer fürchten Wettbewerbsbremse aus Brüssel

26.04.2016 – Die EU-Kommission will die Gruppenfreistellung nicht verlängern. Experten wie Nicolas Kredel von Baker & McKenzie warnen vor möglichen Einschränkungen im Versichererwettbewerb. Heute findet eine Anhörung in Brüssel statt. Auch der GDV weist hierzu mit einer aktuellen Studie auf die Effizienz von Mitversicherungsgemeinschaften hin.

Die EU-Regierung will die Vollmachten der Mitversicherungsgemeinschaften deutlich einschränken. Dies wird in Deutschland die Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft betreffen, die Deutsche Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft (DKVG), die Versicherungsstelle Wiesbaden und die VOV. Eine aktuelle Studie des GDV kommt jetzt zum Ergebnis, dass auf der Grundlage des typischen Aufbaus von Mitversicherungsgemeinschaften erhebliche Effizienzen zu erwarten sind, die umso höher ausfallen, je enger sich die Zusammenarbeit innerhalb der Mitversicherungsgemeinschaften gestaltet.

Nicolas Kredel warnt mit Kollege Jan Kresken vor erheblicher Rechtsunsicherheit, sollte die Versicherungs-GVO nicht verlängert werden. Er weist auf die strategische Wichtigkeit des Austauschs von Daten hin. Sollte dieser wie vorgesehen wegfallen, würde das besonders kleineren Versicherern schaden. “Der Wegfall der Versicherungs-GVO hätte in diesem Fall also keine pro- sondern eine antikompetitive Wirkung”, schreibt er in einem Beitrag in der kommenden Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Auch Gemeinschaften, bei denen Versicherer einem Makler einen bestimmten Beteiligungssatz am zu deckenden Risiko zusichern sieht er betroffen. Im Interview mit VWheute will _Kredel morgen in die Details gehen. (vwh/ku)

Link: Efficiencies of Coinsurance Pools, Roman Inderst, Goethe University Frankfurt/Main

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