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Versicherer berechnen Effektivkosten ohne GDV-Verfahren

02.07.2015 – Der Gesetzgeber hofft auf eine Selbstregulierung der Branche, doch die Angaben der Versicherer zu den Effektivkosten unterscheiden sich stark, weil sie nicht nach dem vom GDV vorgeschlagenen Verfahren ermittelt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) in Auftrag gegebene Studie des Analysehauses Morgen & Morgen.

Die Analysten untersuchten den mit dem LVRG vorgeschriebenen Ausweis der Effektivkosten. Diese Angaben der Versicherer bringen eher weniger statt mehr Transparenz, lautet das Fazit vom DIA.

Hauptgrund ist die Tatsache, dass die einzelnen Gesellschaften die Effektivkosten in ihren LV-Tarifen nicht nach dem vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vorgeschlagenen Verfahren messen, berichtet der Informationsdienst Platow Brief. Laut DIA-Sprecher dürfe die Branche, allen voran der GDV, zum jetzigen Zeitpunkt keine Transparenz suggerieren, die auf Grund der fehlenden Vergleichbarkeit nicht gegeben sei.

Zwischen den Werten des Analysehauses und denen der Anbieter liegen große Unterschiede. Gothaer, WWK und LV 1871 geben beispielsweise niedrigere Effektivkosten an als vom Analysehaus ermittelt. Nur bei Singal Iduna, Hanse Merkur sowie Barmenia stimmen die Werte mit denen von Morgen & Morgen überein. Allerdings gibt es auch Gesellschaften wie Allianz, Alte Leipziger und Cosmos, die in ihren klassischen Rententarifen höhere Effektivkosten ausweisen. (vwh/dg)

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