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Versicherer befürchten Preisschub bei Arzneimitteln

12.02.2014 – pillen-medikamente-150Die Große Koalition will die Preisbremse bei Arzneimitteln beibehalten aber zugleich lockern. Für heute hat der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags eine Experten- und Verbändeanhörung angesetzt.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) befürchten, dass die Rücknahme des zwangsweisen Herstellerrabatts von 16 auf sieben (früher sechs) Prozent zu Mehrbelastungen von deutlich über eine Mrd. Euro allein in diesem Jahr führen dürfte. Die Pharmaunternehmen fühlen sich ungerecht behandelt, zumal insbesondere die GKV finanziell überaus solide dasteht.

Für den PKV-Verband macht der von der Regierung geplante Verzicht auf die Bestandsmarktbewertung die Fortführung des Preismoratoriums unverzichtbar. Gleichzeitig sollte nach Ansicht der privaten Krankenversicherer eine umfassende Registrierungs- und Publikationspflicht aller klinischen Studien und ihrer Ergebnisse – auch rückwirkend – gesetzlich verankert werden. „Die vorgesehene Neuregelung des Herstellerrabattes wird zu steigenden Arzneimittelausgaben in der PKV um mindestens 110 Millionen Euro jährlich führen“, heißt es in der Stellungnahme des PKV-Verbands.
Für den GKV-Spitzenverband drohen jährliche Mehrausgaben für Arzneimittel  von etwa einer Mrd. Euro. Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (VfA) erklärte, mit diesem Maßnahmenpaket würden die pharmazeutischen Unternehmen finanziell massiv belastet, obwohl absehbar sei, dass weder die Finanzlage der GKV noch die Ausgabenentwicklung im Arzneimittelbereich Handlungsbedarf erkennen lasse. (brs)

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