Versäumnis der Großen Koalition: Fokus auf Rentnerpolitik

10.12.2014 – Spahn_Team_SpahnJugend an sich ist kein Qualitätsmerkmal. Doch der 34-jährige Jens Spahn (CDU) will sich beim Parteitag und darüber hinaus dafür stark machen, dass die CDU jenseits von Rentnerpolitik ihr Profil schärft.

Er sieht kritisch, dass viele nur noch Rentnerpolitik mit Themen wie der Rente mit 63 und Mütterrente machen, nur weil der immer größer werdende Anteil der Wähler älter wird.

“Ich glaube, dass viel mehr Ältere auch an ihre Kinder und Enkelkinder denken, als wir manchmal annehmen. Die wollen, dass es ihren Kindern und ihren Enkeln besser geht als heute, mindestens genauso gut, und deswegen müssen wir mehr über Zukunftsthemen reden”, erklärt Jens Spahn (CDU) im Deutschlandfunk. “Das haben wir in den letzten zwölf Monaten großer Koalition eher nicht getan.”

Spahn, der gestern ins CDU-Präsidium gewählt wurde, will die CDU als “Partei der Fleißigen” etablieren. Zukunftsweisende Themen wie Digitalisierung sind für ihn daher zentral, genau wie die Abmilderung der kalten Progression. Auch wenn er hier Finanzminister Wolfgang Schäuble, der auf seiner schwarzen Null besteht, verstehe:

“Und trotzdem muss doch in einem 300 Milliarden-Euro-Haushalt ein Spielraum sein, um eine kalte Progression von einer Milliarde Euro abzumildern.” (vwh/ku)

Bild: Jens Spahn, MdB (Quelle: Team Spahn)


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