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Vergleichsportalen droht Provisionsoffenlegung

19.02.2016 – Check 24 ScreenshotPortalbetreiber sollen künftige Provisionen offenlegen, die sie von Produktanbietern erhalten. Der Bundesrat fordert dafür eine entsprechende Gesetzesänderung auf Initiative von Hessen. Die Landesregierung bestätigte das Vorhaben. Dadurch soll verhindert werden, dass Vergleichswebsites wie Verivox und Check24 solche Angebote bevorzugen, die die höchsten Provisionen einbringen.

Wie ernst es den Ländern ist, unterstreicht Hessens Finanzminister Thomas Schäfer: Durch die Offenlegung könnten “Interessenkonflikte vermieden werden”, sagt der CDU-Politiker dem Handelsblatt. “Dies ist vor allem vor dem Hintergrund relevant, dass sich immer mehr Verbraucher über Finanzthemen via Internet informieren.” Diese wissen in der Regel nicht, dass Internetportale, die mit ihrer Unabhängigkeit werben, versteckte Provisionen kassieren.

Das sogenannte Zahlungskontengesetz (ZKG) befindet sich momentan im Gesetzgebungsverfahren. In dem eingefügten Passus ist von einer “Offenlegung der Höhe und Art aller Vergütungsbestandteile und Provisionen” die Rede.

Versicherungsvertreter beklagen seit Längerem, dass Vergleichsportale nicht klar darauf hinweisen, dass sie als Makler agieren und Provisionen kassieren. Inzwischen gehen sie juristisch gegen das Online-Portal Check24 vor, berichtete VWheute. Am kommenden Mittwoch (24. Februar) beschäftigt sich das Landgericht München mit einer Klage. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskauflaute wirft Check24 Irreführung der Verbraucher vor. (vwh/dg)

Bild: Screenshot der Check24-Homepage

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