Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Verbände: “Auch verdeckte Steuererhöhungen schaden der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft!”

20.11.2013 – container-schiffIm Vorwort der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft (Heft 22/2013) schrieb Chefredakteur Heinz Klaus Mertes mit Blick auf die laufenden Verhandlungen zur Bildung einer großen Koalition: “Man würde sich wünschen, dass die ganze organisierte Wirtschaft sich zu einer gemeinsamen Anmahnung wirtschaftspolitischer Vernunft zusammenfinden würde.” Nun sieht es so aus, als ob dessen Bitte erhört worden wäre: Die Spitzenorganisationen der deutschen gewerblichen Wirtschaft appellieren an die Mitglieder der Arbeitsgruppe Finanzen im Rahmen der Koalitionsverhandlungen: “Auch verdeckte Steuererhöhungen schaden der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft!“

Vorschläge für eine verschärfte Unternehmensbesteuerung, die aus den Koalitionsverhandlungen nach außen gedrungen sind, erfüllen die deutsche Wirtschaft mit großer Sorge, heißt es in dem Appell. Jegliche Steuererhöhungen – auch verdeckte – sind ein Frontalangriff auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Dies gilt insbesondere für Vorschläge zulasten der Unternehmen unter dem Deckmantel eines vermeintlichen Subventionsabbaus, zur “Steuervereinfachung und Steuergerechtigkeit”, wie beispielsweise Verschärfungen der Nichtabziehbarkeit betrieblicher Finanzierungsaufwendungen (sog. Zinsschranke), der Hinzurechnung von Mieten und Pachten im Gewerbesteuerrecht oder Einschränkungen bei der Verlustberücksichtigung.

Das Steuersystem wird dadurch nicht “gerechter”, allein der Standort Deutschland verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Das Gegenteil wäre notwendig: Zur Stärkung von Investitionen und Innovationen und damit von Wachstum und Beschäftigung müssen Zusatzbelastungen vermieden, das Unternehmenssteuerrecht international wettbewerbsfähiger sowie Eigenkapital und Liquidität erhöht werden. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass eine wachsende Wirtschaft zu wachsenden Steuereinnahmen führt. Diesen Wachstumspfad gilt es fortzuführen. Er darf nicht durch höhere Steuerbelastungen für Unternehmen gefährdet werden.

Zu den Unterzeichnern zählen:

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e. V.
Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V.
Bundesverband deutscher Banken e.V.
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
Handelsverband Deutschland – HDE e.V.

(vwh)

Foto: Die Deutsche Industrie sieht ihre Felle davon schwimmen, sollten die Steuerpläne der großen Koalition Wirklichkeit werden. (Quelle: vvw)

Link: Versicherungswirtschaft (Heft 22/2013)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten