Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Van Hulle: Keine 28 Arten von Solvency II

12.05.2015 – karel_van_hulle_icirEine Marktbereinigung wollten die Architekten von Solvency II eigentlich vermeiden. Karel Van Hulle, ehemaliger Referatsleiter bei der Europäischen Kommission, kennt die Befürchtungen und weist gleichzeitig zurück, dass mit der Einführung von 2016 der Markt sich maßgeblich verändern wird. Mit Blick auf nationale Aufsichtsbehörden sagt er, dass 28 verschiedene Arten von Solvency II zu vermeiden sind.

Karel Van Hulle glaubt nicht, “dass Solvency II eine echte Marktbereinigung mit sich bringen wird.” Eine gewisse Konsolidierung im Versicherungsmarkt sei bereits im Gange gewesen, unabhängig von Solvency II. “Die Finanzkrise und die niedrige Zinsrate haben auch hier eine Rolle gespielt”, sagt Van Hulle im Interview mit den Versicherungsforen Leipzig.

Die größte Herausforderung sieht Van Hulle bei der Anpassung der IT-Systeme. “Die Unternehmen und auch die Aufsichtsbehörden brauchen Zeit, um sich anzupassen”, spielt er auf die Rolle der nationalen Aufsichtsbehörden an. “Die Eiopa wird sich auch darum bemühen zu vermeiden, dass 28 verschiedene Arten von Solvency II entstehen.” (vwh/ku)

Bild: Karel Van Hulle, Professor an der KU Leuven sowie der Goethe-Universität Frankfurt und ehemaliger Leiter des Referats “Versicherungen und Altersversorgung” bei der Europäischen Kommission. (Quelle: ICIR)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten