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US-Zinswende: Kein Automatismus für Eurozone

01.09.2015 – Zinsen_Andreas Hermsdorf_pixelioEine Debatte über eine die Geldpolitik der Euro-Zone hält Blackrock-Vermögensverwalter Philipp Hildebrand für vollkommen verfrüht – ob die Zinswende im September oder Dezember kommt, ist für den ehemaligen Schweizer Notenbankchef unerheblich. Asynchrone Verläufe, wenn die Fed die Zinsen anhebt und die Euro-Zone mit Quantitative Easing weiter auf dem Gaspedal bleibt, sind für ihn durchaus normal.

“Die größte Gefahr liegt darin, wenn es nicht gelingt, das Wachstumspotenzial in den Vereinigten Staaten und Europa zu steigern”, sagt Hildebrand im Interview mit dem Handelsblatt.

Risiko-Aktiva wie Aktien würden sich aktuell – nach immenser Aufwertung durch die lockere Geldpolitik – wieder den realen Wirtschaftsaussichten wieder an.

Für ihn ist die Politik am Zug: “Um das Wachstum zu steigern, braucht man keine Konjunkturprogramme. Dazu braucht man Strukturreformen.” Die Geldpolitik könne prinzipiell nur zwei Dinge leisten: Für ein gutes Umfeld sorgen, indem sie für Preisstabilität sorgt. Und im Krisenfall mit Notfallmaßnahmen eingreifen.

“Diese Sondermaßnahmen müssen irgendwann auslaufen”, stellt er fest: “Die Märkte denken extrem kurzfristig und halten die Notfall-Geldpolitik für den Normalzustand.” (vwh/ku)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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