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US-Terrordeckung Tria auf dem Prüfstand

12.12.2013 – Sean-McgovernDerzeit kämpft Sean McGovern, Lloyd’s Director of Risk Management & General Counsel, um die Verlängerung des Terrorism Risk Insurance Act (Tria). Mit dem Gesetz erklärt sich die US-Bundesregierung bereit, bis zu 100 Mrd. US-Dollar Terrorschäden jährlich zu übernehmen. Ende 2014 läuft Tria aus.

McGovern erklärte bei einer Anhörung des US-Senatsausschusses Banking, Housing & Urban Affairs, die Fortschreibung des Gesetzes sei im Hinblick auf die Gewährleistung eines funktionierenden Versicherungsmarktes für US-Terrordeckungen unerlässlich. Von der Fortgeltung des Risikotransfers an die US-Bundesregierung hängt ab, inwieweit in den USA tätige Versicherer, also auch Lloyd’s Syndikate, künftig im offenen Markt zusätzlichen Rückversicherungsschutz werden kaufen müssen.

Das libertäre Cato Institut fordert in einer Denkschrift, nach zwölf Jahren die staatliche Intervention auslaufen zu lassen. Das Terrorrisiko unterscheide sich nicht wesentlich von anderen Risiken, mit denen die Versicherer klarkommen. Hurrikan Andrew habe weitaus schlimmere Folgen für die Assekuranz gezeitigt als die Anschläge auf das World Trade Center. Das Ereignis hatte die Versicherer 2001 mit 23 Mrd. US-Dollar belastet und war der Anlass für den Gesetzesbeschluss.

Tria funktioniert als modifizierte Quotenrückversicherung. Die Erstversicherungskunden zahlen ein Prämienloading in Höhe von drei Prozent. Die US-Assekuranz hält die ersten 27,5 Mrd. Dollar je Ereignis (sowie mindestens 20 Prozent der Nettoprämie je Versicherer) und 15 Prozent der Überschäden im Selbstbehalt, die restlichen 85 Prozent übernimmt die US-Bundesregierung – allerdings gedeckelt mit 100 Mrd. US-Dollar je Kalenderjahr. (cpt)

Mehr aus unserem „Bericht aus London” lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Versicherungswirtschaft vom 15.12.2013.

Foto: Sean McGovern, Lloyd’s Director of Risk Management & General Counsel (Quelle: Lloyd’s)

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