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US-Marktzugang für Rückversicherer ohne TTIP?

29.08.2014 – Die EU-Kommission will den Zugang europäischer Rückversicherer zum US-Markt offenbar gesondert vom Freihandelsabkommen TTIP verhandeln. In einer separaten Vereinbarung sollen Sicherheitsanforderungen für EU-Rückversicherer auf bundesstaatlicher Ebene festgelegt werden. Bis dato müssen diese bis zu 100 Prozent an Sicherheiten für ihre amerikanischen Haftungen hinterlegen.

Für inländische Rückversicherer gelten diese Anforderungen laut Euractiv.de nicht. Das Onlineportal für Europapolitik berichtet, dass innerhalb der EU hingegen nur Portugal und Spanien Sicherheitsanforderungen für US-Rückversicherer erheben.

Die Unterhändler, die auf einen verbesserten Zugang von EU-Rückversicherern zum US-Markt drängen, hätten die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP ausgesetzt. Im Rahmen dieses Abkommens würden die Regeln für den Sektor wahrscheinlich nicht verändert. Daher soll die EU-Kommission als Alternative ein „covered agreement“ mit den US-Regulierungsbehörden aushandeln, um die Anforderungen zu beseitigen, die laut Bericht Milliarden Euro binden.

„Die derzeitigen US-Sicherheitsanforderungen für ausländische Rückversicherer resultieren in Milliarden Kapital, die an die USA gebunden sind, die besser genutzt werden könnten und resultieren in erheblichen Reibungskosten für die Industrie“, wird Hannah Grant, Chefin der Abteilung Internationale Beziehungen und und Rückversicherung bei Insurance Europe, von Euractiv.de zitiert: „Wenn diese Anforderungen gestrichen würden, würde das bedeuten, dass die europäischen Rückversicherer den US-Versicherern wahrscheinlich einen konkurrenzfähigeren Versicherungsschutz anbieten könnten, die die daraus gewonnen Ersparnisse wiederum an ihre eigenen Kunden weitergeben könnten.“ (vwh)

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