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US-Geldpolitik bestimmt Anlageverhalten der Versicherer

10.10.2013 – Für die Versicherer größte Priorität hat, ihre Kapitalmittel breit über verschiedene festverzinsliche Anlageklassen zu streuen. Zu diesem Ergebnis kommt der Vermögensverwalter Black Rock nach einer Befragung von 206 Versicherungsunternehmen.

Vorausgegangen war die Ankündigung von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke im Juni, sich mittelfristig von der expansiven Geldpolitik zurückzuziehen. Sehr stark hat die geldpolitische Mitteilung die Wahl der Laufzeit der Wertpapiere beeinflusst. Noch im Mai hatten 43 Prozent der Unternehmen angegeben, dass sie wegen des Niedrigzinsumfeldes auf längere Laufzeiten setzen, um ihre Zielrenditen zu erreichen. In der späteren Befragung hingegen antworteten 60 Prozent der Befragten, das sie jetzt auf kürzere Laufzeiten setzen. Mittelfristig rechnen sie also mit steigenden Zinsen.

Die Hälfte der Befragten erwartet eine Lockerung der Geldpolitik innerhalb von zwei Jahren. 35 Prozent glauben, dass der Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes noch länger dauern wird. Nur 13 Prozent rechnen damit schon im kommenden Jahr.

Die Bereitschaft, in wenige liquide Anlageformen zu investieren, hat bei den Versicherern deutlich zugenommen hat. Obgleich 80 Prozent der Unternehmen in der Umfrage angab, wahrscheinlich auch künftig in festverzinsliche Wertpapiere mit guter Bonität zu investieren, wollen mehr als die Hälfte voraussichtlich Geld in Hedgefonds, Immobilien und Private Equity anlegen. Bei den Versicherungsunternehmen in Europa ist die Bereitschaft in Schwellenländer zu investieren, mit 75 Prozent besonders hoch ausgeprägt. In Nordamerika plädieren dafür nur 60 Prozent der Versicherer. Blackrock verwaltet für Versicherer global rund 300 Mrd. Dollar – davon ein Viertel in Europa.

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