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Urteil: Versicherung muss Spätschäden begleichen

02.05.2016 – Autoglas_Johanna Wagner_pixelioDie Versicherung weigerte sich für eine Heckscheibe zu zahlen, die nicht am Unfallort platzte, sondern erst in der Werkstatt. Das Amtsgericht Miesbach stellt nun fest: Treten Schäden an einem Fahrzeug auf, die nicht unmittelbar nach einem Unfall sichtbar waren, sind sie auch von der gegnerischen Versicherung zu tragen, solange der Zusammenhang mit dem Unfall glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt wird.

Maßgeblich für das Urteil (AZ:1 C 875/14) war die Aussage  eines Werkstattmitarbeiters. Nach Auffassung der Richter habe dieser glaubhaft und nachvollziehbar geschildert, dass die Scheibe aufgrund des beim Unfall erlittenen starken Heckschadens so unter Spannung stand, dass sie platzte, als er mit dem von ihm verwendeten Spezialwerkzeug durch den Gummi stieß, ohne dass er die Scheibe bereits berührt hätte.

Die Ursachen für das Zerplatzen der Heckscheibe lagen noch im Unfallschaden und resultieren nicht aus einer fehlerhaften Reparatur. Nach der Aussage dieses Zeugen zog die Beklagtenseite den angebotenen Sachverständigenbeweis zurück, sodass es nicht mehr zur Beauftragung eines Sachverständigengutachtens kam. (dg)

Bildquelle: Johanna Wagner / pixelio.de

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