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“Unversichertes Fahren ist ein europaweites Phänomen”

14.08.2015 – sandra_schwarz_gdvSommerzeit bedeutet Urlaubszeit und damit natürlich auch Reisezeit. Viele Urlauber wollen auch beim Trip ins benachbarte europäische Ausland nicht auf das eigene Fahrzeug verzichten. Sollte es dabei zu einem Unfall kommen und der gegnerische Unfallverursacher nicht über eine nötige Kfz-Haftpflicht verfügen, gibt es Entschädigungsstellen in der gesamten EU, betont Sandra Schwarz, Geschäftsführerin der Verkehrsopferhilfe.

“Unversichertes Fahren ist ein europaweites Phänomen, wobei die Zahlen in den einzelnen Mitgliedsstaaten deutlich schwanken”, betont Schwarz im GDV-Interview. Auch wenn in Deutschland “nicht versicherte Autos extrem selten” seien – “einige ‘schwarze Schafe’, die ohne Versicherungsschutz fahren”, gebe es allerdings dennoch. So gebe es für den Fall, dass das gegnerische Fahrzeug über keinen Versicherungsschutz verfüge, entsprechende Entschädigungsstellen im gesamten europäischen Wirtschaftsraum, “also der EU plus Norwegen, Island und Liechtenstein”, so Schwarz weiter.

Traditionell gebe es die meisten Unfälle mit unversicherten Fahrzeugen in Frankreich. Allein “2014 haben wir 323 Unfälle in Frankreich registriert, gefolgt von 121 in Italien und 91 in Polen. Aus Griechenland wurden uns hingegen nur elf Unfälle gemeldet”, erläutert Schwarz. Zudem wurden ebenfalls im vergangenen Jahr “357 Unfälle deutscher Autofahrer gemeldet, die durch Halter von unversicherten Fahrzeugen im Ausland verursacht wurden. Demgegenüber stehen übrigens 222 Fälle von vermeintlich unversicherten deutschen Fahrzeugen, die im Ausland Unfälle verursacht haben”, sagt die Expertin.

Für dieses Wochenende prognostiziert der ADAC jedenfalls wieder dichten Reiseverkehr. Besonders zähfließend dürfte es vor allem für Urlaubsheimkehrer in Richtung Norden werden. So steht demnächst das Ferienende in den Bundesländern Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Auch in Liechtenstein, in Teilen der Niederlande sowie in Norwegen und Schweden neigt sich die Urlaubszeit dem Ende zu. Besonders betroffen dürften dabei die Fernstraßen von und zur Nord- und Ostsee sein. (vwh/td)

Links: Das vollständige GDV-Interview von Sandra Schwarz, ADAC-Stauprognose bei Spiegel Online

Bild: Sandra Schwarz ist seit dem 1. Juli 2015 Geschäftsführerin der Verkehrsopferhilfe. (Quelle: GDV)

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