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Unfallgefahr durch Blindflüge mit dem Smartphone

04.03.2014 – Handy-am-SteuerZehn Prozent aller Verkehrsunfälle passieren, weil der Fahrer abgelenkt ist, so eine Studie. Neben Navi, Radio oder lauten Kindern auf dem Rücksitz zieht besonders das Smartphone die Aufmerksamkeit magisch an. Dabei ist die Gesetzeslage klar. Zwischen Tippen und Telefonieren wird nicht unterschieden. Das Benutzen eines Telefons ist verboten und kostet 40 Euro und einen Punkt. Laut Versicherungsexperten wird das Problem in Zukunft noch zunehmen.

Beim Lesen oder Schreiben ist die Ablenkung noch viel größer als beim Telefonieren. Wer beim Tempo von 50 Kilometern pro Stunde zwei Sekunden auf ein Display sieht, fährt in der Zeit knapp 30 Meter weit. Auf der Landstraße bei 100 Stundenkilometern sind es knapp 60 Meter ohne direkte Sicht auf die Straße. Springt dann plötzlich ein Kind oder Tier auf die Straße oder bremst das vorfahrende Auto, kann das böse enden. In einer Studie der Allianz-Versicherung von 2011 gaben 30 Prozent der Befragten zu, sie würden ab und zu beim Fahren Nachrichten lesen. 20 Prozent sagten, sie würden auch schreiben. Bei den 18- bis 24-Jährigen lagen die Zahlen noch höher. In Deutschland sorgte kürzlich die Kölner Polizei für Aufsehen, weil sie nach Unfällen verstärkt Smartphones beschlagnahmen wollte. Die Daten sollten zeigen, ob Fahrer zur Unfallzeit ihr Handy nutzten. Die Zahl der Unfälle mit ungeklärter Unfallursache habe zwischen 2008 und 2013 um 56 Prozent zugenommen, vermutlich gebe es einen Zusammenhang zur steigenden Zahl von Smartphone-Nutzern, zitierten Zeitungen die Kölner Verkehrspolizei. Rund 131.000 Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer registrierte die Polizei im vergangenen Jahr allein in Nordrhein-Westfalen.

Die Problematik dürfte in den kommenden Jahren noch zunehmen. Wenn die meisten Autos über Internet und Fernsehen verfügten, wachse die Gefahr der Ablenkung weiter, sagt ein Verkehrsexperte der Allianz. Nur gut, meint er, dass gleichzeitig auch automatische Sicherheitssysteme entwickelt würden. Die Zukunftsvision könnte also so aussehen: Während der Fahrer seinen Blick auf ein Display richtet, verhindert das automatische Abstandssystem mit einer Vollbremsung den Crash am Ende der Stauschlange. (vwh)

Bild: Wenn das so weiter geht, drohen noch schärfere Gesetze. (Quelle: vwh)

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