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Umsetzungsstand von Solvency II: Wie weit sind die Versicherer?

31.07.2014 – SolvencyDie Versicherungsforen Leipzig haben, in Kooperation mit dem US-amerikanischen Anbieter für Finanzsoftware Sungard, den „Umsetzungsstand von Solvency II in den verschiedenen Abteilungen von Versicherungsunternehmen“ untersucht. Befragt wurden knapp 100 Mitarbeiter aus 40 verschiedenen Versicherungsunternehmen mit dem Ergebnis: Erst 20 Prozent der Unternehmen haben ihre Reporting-Prozesse bereits fertig ausgearbeitet.

Die Studie zeigt, dass in den Unternehmen viele Abteilungen – durchschnittlich sechs – in Solvency II involviert sind, nicht nur die drei Kernbereiche Risikomanagement, Rechnungswesen und Aktuariat/Mathematik/Versicherungstechnik, sondern auch Abteilungen wie Kapitalanlage, Recht/Compliance, Interne Revision, Personalwesen oder IT.

Obwohl sich alle Befragten bereits mit den Reporting-Prozessen bezüglich der Solvency II-Berichterstattung befasst haben, sind bei 70 Prozent die Prozesse bisher noch in Planung. Hinzu kommt durch die Einbeziehung von verschiedenen Abteilungen ein hoher Koordinationsbedarf. Versicherungsunternehmen müssen sich daher bereits im Vorfeld von Solvency II intensiv mit einer klar strukturierten und dokumentierten Prozesslandschaft beschäftigen, um im Nachgang weniger Aufwand bei der Suche nach Prozessfehlern zu haben.

Ein etwas überraschendes Ergebnis der Studie ist der Umsetzungsstand von einigen vorgezogenen Anforderungen wie etwa dem Orsa-Prozess. Das Orsa-Verfahren befindet sich zwar bei knapp zwei Drittel der Befragten bereits in der Umsetzungsphase, ca. 30 Prozent der Befragten stellen jedoch nur „erste Überlegungen“ diesbezüglich an. Angesichts der Berichtspflichten, die 2015 zu erfüllen sind, besteht hier dringender Handlungsbedarf seitens der Versicherer.

Die Ergebnisse der Studie belegen insgesamt, dass die beteiligten Abteilungen in den Unternehmen noch einige Zeit mit der Vorbereitung auf die einzelnen Solvency II-Anforderungen ausgelastet sein werden. Als größte Herausforderung steht den Verantwortlichen die Priorisierung der verschiedenen Themen und Aufgaben gegenüber. Eine gute Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen und Teams innerhalb eines Unternehmens wird so zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor (siehe DOSSIER).

Weitere Informationen zur Studie unter beigefügten Links. (vwh)

Links: Einleitung, Umsetzungsstand von Solvency II – Kurzversion (PDF)

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