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Umknicken alleine gilt noch nicht als Unfall

16.01.2015 – Das Umknicken mit dem Fuß beim Tennisspiel stellt keinen Unfall im Sinne des §178 Abs. 2 VVG dar. Das hat das Kammergericht Berlin (KG) jüngst festgestellt (AZ: 6 U 54/14, VersR 2015, 61). Die Klägerin hatte angegeben, sie sei umgeknickt, da sie auf Blättern ausgerutscht sei. Dies ließ sich aus Sicht des Gerichts allerdings nicht beweisen.

Die Klägerin hatte für die beim Umknicken erlittene Bandverletzung Leistungen aus einer privaten Unfallversicherung eingefordert. Nach Ansicht des KG erfüllte der Hergang jedoch nicht den Unfallbegriff.

Damit die Unfalldefinition erfüllt wird, müsse die Klägerin die Gesundheitsbeschädigung „durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper einwirkendes Ereignis“ erlitten haben. Eine körperliche Fehlbewegung, auch wenn nicht willentlich vollzogen, reiche nicht für die Erfüllung des Unfallbegriffs aus.

Das angebliche Ausrutschen auf Blättern sah das Gericht als nicht bewiesen an. (vwh/jko)

Weitere Entscheidungen in der aktuellen Ausgabe von VersR (2/2015).

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