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Am Tropf: Krankenhäuser notorisch unterfinanziert

13.11.2014 – Krankenhaus_NicoLeHe_pixelioDie Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) schlägt Alarm: 42 Prozent der Kliniken sind teils tief in den roten Zahlen, bei den Geburtsstationen sind es gar 58 Prozent, die ein dickes Minus schreiben. Grund: Rückgang der Geburtszahlen.

Für das Jahr 2015 fallen die wirtschaftlichen Erwartungen der Krankenhäuser gleichfalls pessimistisch aus. Nur 22 Prozent erwarten laut einer Befragung der DKG eine Verbesserung, 39 Prozent der Einrichtungen rechnen dagegen mit einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage.

Besonders schwierig ist die Situation im Bereich der Geburtshilfe. Knapp 60 Prozent der geburtshilflichen Abteilungen arbeitet nicht kostendeckend, in ländlichen Regionen sind dies sogar 75 Prozent. Jeweils gut ein Fünftel kämpft mit Stellenbesetzungsproblemen bei Ärzten und Hebammen. Bei den Krankenhäusern wächst die Unsicherheit, künftig noch eine eigene Geburtshilfe-Abteilung betreiben zu können.

DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum: „Die Krankenhäuser brauchen beides: Ausreichende Investitionsmittel und die Refinanzierung der Personalkosten, um Qualität und Sicherheit der stationären Patientenversorgung weiterentwickeln zu können.“ Kostensteigerungen durch Personal, Energiepreise und Versicherungsprämien seien nicht über die Vergütungssteigerungen gedeckt. Hier seien Bund und Länder in der Pflicht. (vwh/ku)

Bildquelle: NicolLeHe/ pixelio

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