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These: Vermittlersterben durch LVRG-Provisionspolitik

02.09.2015 – Hillenbrand_dvvfWährend in Großbritannien seit Einführung des Provisionsverbotes 2011 tatsächlich kein großes Vermittlersterben stattgefunden hat, sind in Deutschland 23.760 Vermittler aus dem Markt ausgeschieden – ohne Provisionsverbot. Das hat die Deutsche Verrechnungsstelle festgestellt und stellt gar einen Zusammenhang mit dem LVRG her.

“Die Provisionspolitik der Versicherer rafft in Deutschland zweieinhalb Mal mehr Vermittler dahin als die Einführung des Provisionsverbotes in England”, konstatiert Michael A. Hillenbrand, Vorstand der Deutschen Verrechnungsstelle.

Unter den Vermittlern konnten sich die Makler noch vergleichsweise gut behaupten, da deren Anzahl im Betrachtungszeitraum um 1.810 Köpfe gestiegen ist. Als Ursache hierfür führt Hillenbrand an, dass sich viele gebundene Vermittler als Makler niederlassen, statt aus dem Markt auszuscheiden

“Die deutschen Versicherer haben die Einführung des LVRG genutzt, um die Provisionen deutlich zu reduzieren. Nachdem in 2014 vor allem die Ausschließlichkeit betroffen war und alleine in diesem Jahr 7.370 gebundene Vermittler den Markt verlassen haben, beginnen sich nun auch die Klagen bei den Maklern zu häufen. Sie alle haben nun die neuen Courtagezusagen der Versicherer erhalten und sehen nun, wie einschneidend die Änderungen sind.” (vwh/ku)

Bild: Michael A. Hillenbrand, Vorstand der Deutschen Verrechnungsstelle. (Quelle: dvvf)

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