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Sturz aus dem Fenster: Psychiatrie nicht haftbar

14.10.2014 – 29_VersRAuch die Sicherung von Fenstern in geschlossenen psychiatrischen Stationen hat Grenzen: ein Patient, der sich aus dem vierten Stock gestürzt, davor ein Fenster schier aus den Angeln gerissen und sich dabei schwer verletzt hatte, ging mit seiner Klage auf Schmerzensgeld bis zum BGH – erfolglos.

Eine Verpflichtung, sicherzustellen, dass auch das gewaltsame Öffnen des Fensters vollkommen ausgeschlossen ist, besteht nicht, stellten sowohl LG und OLG als auch der BGH (Az.: III ZR 388/12) fest.

Das begehrte Schmerzensgeld in Höhe von rund 55.000 Euro bleibt dem Kläger somit versagt.

Es gibt, so die Einschätzung eines Sachverständigen, keinerlei verbindliche Sicherheitsstandards für Fenster in geschlossenen psychiatrischen Abteilungen. Diese könne es auch nicht geben, da bei undurchdringlicher Verglasung beispielsweise suizidgefährdete Patienten sich beim Durchbruchversuch schwere Kopfverletzungen zuziehen könnten. (vwh)

Weitere Entscheidungen in der aktuellen Ausgabe von VersR (29/2014).

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