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Studie zum Demographischen Wandel: Zu jung zum Altsein

29.10.2013 – demografischer-wandel-schild-1“Produktiv im Alter – Was Politik und Unternehmen von anderen europäischen Ländern lernen können” so lautet die Überschrift einer gemeinsamen Studie der Robert Bosch Stiftung, der Körber-Stiftung und des Berlin-Instituts, die zu folgenden Ergebnissen gekommen ist:

Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 66 Jahren dürfte bis 2050 um etwa neuneinhalb Millionen Menschen schrumpfen. Gleichzeitig dürfte die Zahl der Ruheständler um rund sechs Millionen Menschen zunehmen. Parallel dazu werden die vorhandenen Arbeitskräfte immer älter: Schon 2025 dürfte etwa jeder vierte Erwerbsfähige älter als 55 Jahre sein.

Durch die Alterung schrumpft das Produktionspotenzial, und die Sozialkassen werden belastet. Um dem entgegenzuwirken, sollten Ältere stärker in das Erwerbsleben eingebunden werden.

Ein längeres Erwerbsleben ist vor allem deswegen möglich, weil die Fitness und Leistungsfähigkeit älterer Personen seit Jahrzehnten wächst. Dies hat sich aber lange Zeit nicht auf dem Arbeitsmarkt niedergeschlagen. Ganz im Gegenteil: Die Politik förderte über Jahrzehnte Frühverrentungen und den Vorruhestand und trug so zu einem negativen Altersbild bei.

Daraus folgern die Autoren der Studie:

Wenn die Lebenserwartung weiter steigt, sollte sich dies auch in einem höheren Renteneintrittsalter niederschlagen. Es bietet sich daher an, das Renteneintrittsalter in regelmäßigen Abständen an die Entwicklung der durchschnittlichen Lebenserwartung 65-jähriger anzupassen. Wenn von jedem zusätzlich gewonnenen Lebensjahr acht Monate auf das Erwerbsleben und vier Monate auf den Ruhestand entfielen, bliebe das aktuelle Verhältnis der beiden Lebensabschnitte in etwa konstant.

Viele ältere Menschen wünschen sich einen schrittweisen Übergang in den Ruhestand. Die Politik kann hierzu mit einer flexibleren Ausgestaltung der bislang wenig genutzten Teilrenten beitragen. Vor allem die Hinzuverdienstgrenzen könnten deutlich großzügiger gestaltet werden.

Um die Beschäftigungsfähigkeit im höheren Alter zu sichern, müssen sich die Menschen schon in jüngeren Jahren weiterbilden und Gesundheitsvorsorge betreiben. Der Staat kann helfen, den Präventionsgedanken in Firmen zu stärken, indem er finanzielle Anreize für betriebliche Gesundheits- oder Weiterbildungsmaßnahmen gewährt. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen können hiervon profitieren.

Link: Die vollständige Studie (PDF)

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