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Steigendes Armutsrisiko in Europa

15.11.2016 – Armut_FotoliaIn Europa sind immer mehr Menschen trotz eines Vollzeitjobs von Armut betroffen. Allein 2015 waren 7,8 Prozent der Beschäftigten von Armut bedroht. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 7,2 Prozent. Dies geht aus dem neuen Social Justice Index 2016 der Bertelsmann Stiftung hervor. Die Gründe sehen die Experten vor allem im wachsenden Niedriglohnsektor und der Zunahme sogenannter atypischer Beschäftigungsformen.

Demnach sind laut Studie zwischen Athen und Helsinki aktuelle etwa 118 Millionen Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist jeder vierte EU-Bürger, so die Bertelsmann-Autoren. Besonders stark betroffen seien vor allem die Länder Süd- und Südosteuropas. In Griechenland leben demnach etwa 36 Prozent der Bevölkerung an der Armutsgrenze. In Rumänien sind es 37 Prozent und in Bulgarien rund 41 Prozent.

Im Vergleich dazu konnten die nordischen Staaten Schweden, Finnland und Dänemark ihre Spitzenposition behaupten. Dennoch bleibt die soziale Kluft zwischen den skandinavischen Staaten und den Ländern Südeuropas enorm, konstatieren die Experten der Bertelsmann-Stiftung. Der wesentliche Grund liege demnach vor allem in den Armutszahlen in Griechenland und Spanien. So liegt die Quote in Spanien bei 28,6 Prozent, in Griechenland sogar bei 35,7 Prozent.

Deutschland ist laut Index im EU-Vergleich dank eines robusten Arbeitsmarktes auf Rang sieben. Demnach habe die Bundesrepublik mit 7,2 Prozent zwar die europaweit niedrigste Jugendarbeitslosenquote. Dennoch ist der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die von Armut bedroht sind, zwischen 2009 und 2014 von 5,1 auf 7,5 Prozent gestiegen. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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