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Staatliche Riester-Förderung sinkt schleichend

09.09.2015 – Schwark_GDVBereits seit Jahren ist die staatliche Förderung für die Riester-Rente eingefroren. Die Folge: sinkende Förderanteile, so dass die Sparer immer mehr aus der eigenen Tasche zahlen müssen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) befürchtet nun, dass diese Entwicklung zu Lasten der Geringverdiener geht und fordert daher eine Anhebung der Fördersätze.

“Gerade die gesellschaftlichen Gruppen, für die eine geförderte Altersvorsorge besonders wichtig ist, werden von der Kalten Progression besonders getroffen”, kritisiert GDV-Hauptgeschäftsführer Peter Schwark. Dabei werde die Förderung der privaten Vorsorge still und heimlich zurückgefahren. “Dabei hat der Staat durchaus die finanziellen Mittel, um die Zulagen zu erhöhen“, findet Schwark.

So hat das Bundesfinanzministerium aufgrund der sinkenden Zinsen nach eigenen Angaben allein von 2008 bis Ende 2014 insgesamt 94 Mrd. Euro gespart, während die Sparer durch niedrige Zinsen Geld verlieren. “Einen Teil des haushaltspolitischen Spielraums zu nutzen, um private Altersvorsorge zu erleichtern, ist ein Gebot der Fairness”, fordert Schwark.

Nach Aussage des GDV werde der schleichende Anstieg des Eigenbeitrags bei der Riester-Rente als “Kalte Progression” bezeichnet. Der Grund: Während die staatliche Grundzulage festgeschrieben ist, steigt die Summe jährlich, die ein Riester-Kunde einzahlen muss, um den staatlichen Zuschuss zu erhalten, so der GDV weiter. Um die volle Förderung zu erhalten, müssten mindestens vier Prozent seines Vorjahresgehaltes, so der GDV weiter. (vwh/td)

Bildquelle: GDV-Hauptgeschäftsführer Peter Schwark (Quelle: GDV)

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