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Solvency II: Unterschätzte Wirkung

21.08.2015 – Morjan_INGDie neuen Regulierungen durch Solvency II stellt viele Versicherer vor große Herausforderungen. Dabei kommt der ökonomische Druck zur Unzeit, schreibt Lutz Morjan, Head of Insurance Solutions bei NN Investment Partners in Frankfurt am Main, in der kommenden Ausgabe der Versicherungswirtschaft. Investitionen in neue Prozesse, Technologie und Personal seien nötig, um den neuen Anforderung nachzukommen.

Allerdings können diese Investitionen derzeit nur wenige Häuser stemmen, so Morjan. Besonders für kleine und mittlere Versicherer sowie Pensionskassen sei die Situation ungleich schwieriger, da ihnen die Diversifikation fehle. Zudem “funktioniert das Solvency-II-Prinzip der Proportionalität nur auf dem Papier”, kritisiert der Experte.

Denn sowohl die Aufsicht als auch die Industrie sind mit dem neuen Aufsichtsregime nur ungenügend vertraut, um entsprechende Ideen zur praktischen Umsetzung zu entwickeln. Solange sich daran nichts ändere, werden nur große und überregionale Versicherer einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil haben, stellt der Morjan fest.

Eine Fusion kleinerer Versicherer zu größeren Häusern sei jedoch nur für wenige Häuser eine Option. Vielmehr können diese ihre Finanzkraft nur durch die Kapitalanlage stärken. “Sie bestimmt im wesentlichen den Eigenmittelbedarf und damit letztlich die Selbstständigkeit”, betont der Experte. (vwh/td)

Lesen Sie dazu in Kürze mehr in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Bild: Lutz Morjan (Quelle: ING)

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