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IT-Sicherheitsgesetz lässt Fragen offen

22.04.2015 – IT_Shutterstock2Das geplante IT-Sicherheitsgesetz ist bei vielen Experten auf teils heftige Kritik gestoßen. Bei einer Anhörung im Bundestag am Montag sprachen die Sachverständigen zwar von einem “notwendigen ersten Schritt in die richtige Richtung” einer “sinnvollen Strategie”. Allerdings sei noch “viel zu unbestimmt”, monierte der Kasseler Wirtschaftsrechtler Alexander Rossnagel.

So kritisieren Juristen vor allem den Umstand, dass entgegen der EU-Pläne keine Sanktionen vorgesehen seien, wenn die “Betreiber kritischer Infrastrukturen die vorgesehenen Meldepflichten für IT-Sicherheitsvorfälle nicht einhalten”, berichtet das IT-Magazin heise.de.

Strittig ist zudem die Frage des Datenschutzes. Demnach seien die bisherigen Kriterien “zu vage für den sensiblen Grundrechtsbereich”, sagte der IT-Rechtler Gerrit Hornung. Die Deutsche Telekom drängte hingegen darauf, die Möglichkeiten der Vorratsdatenspeicherung auch auf soziale Netzwerke oder einfachere Websiten auszudehnen.

Um die digitalen Risiken großer Unternehmen künftig besser einzuschätzen und zu verringern, hat der Rückversicherer Munich Re eine Partnerschaft mit dem IT-Unternehmen HP vereinbart. Beide Unternehmen wollen künftig eine “Kombination aus Risikoeinschätzung, Abwehrmaßnahmen und Versicherungsschutz anbieten”.

“Durch einen exzellenten Partner für Informationssicherheit können wir unseren Kunden weitaus mehr als eine Versicherung anbieten”, sagte Nils Diekmann, Underwriter für Cyber-Risiken bei Munich Re. (vwh/td)

Bildquelle: Shutterstock

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