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Schweizer Lebensversicherer berechnen die Lebenserwartung neu

05.03.2015 – Zukunft_Claudia Hautumm_pixelioDie Schweizer Lebensversicherer berechnen die versicherungstechnischen Grundlagen der Altersrenten künftig nach den sogenannten “Generationentafeln”. Bereits Ende 2014 hatte die Pensionskasse SBB (PK SBB) diesen Systemwechsel durchgeführt. Doch worin liegen die Unterschiede zwischen den einzelnen Systemen?

Bei einer Periodentafel wird die Sterblichkeit von gleichzeitig lebenden Personen ermittelt. Dabei handelt es sich um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsrate der Bevölkerung in einem bestimmten Zeitraum – ganz gleich, ob es sich dabei um ein zehnjähriges Kind oder einen 65-jährigen Erwachsenen handelt.

Die Generationentafel – auch Kohortensterbetafel genannt – berechnet die Sterblichkeitsrate allerdings nicht nur auf der Basis von Geschlecht oder Alter. Auch das Geburtsjahr wird hier mit einbezogen und gilt unter Experten als zuverlässiger. So gehen diese hierbei von der Annahme aus, dass ein in 30 Jahren geborenes Kind älter werden wird als die heute geborenen Menschen. Als Grund dafür gilt der zu erwartende medizinische Fortschritt.

Gemäß der Generationentafel lebt ein Mensch somit länger als bei der Periodentafel, da die steigende Lebenserwartung mitkalkuliert wird. Dies ist wiederum bei der Festsetzung des Umwandlungssatzes relevant: Bekommt ein Rentner demnach eine höhere Rente als er einbezahlt hat, muss der Lebensversicherer das noch fehlende Geld über den Kapitalmarkt erwirtschaften. (vwh/td)

Bildquelle: Claudia Hautumm / pixelio.de

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