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Schotten-Referendum: Weg vom Pfund oder nicht

09.09.2014 – Darling_SalmondFür den Fall schottischer Unabhängigkeit ist die Währungsfrage ungeklärt und zum obersten Streitthema geworden. Ausgerechnet die schottischen Befürworter der Unabhängigkeit wollen das Pfund behalten.

“Das Pfund ist unsere Währung”, sagt Alex Salmond, der Kopf der schottischen Nationalisten. Er würde das Londoner Geld am liebsten behalten, Unabhängigkeit hin oder her. Dagegen haben die drei großen Westminster-Parteien (also die Tories, Labour und die Liberaldemokraten) einmütig klargestellt, dass eine Währungsunion für sie nicht infrage kommt. Das erzeugt Druck.

Bei einem der TV-Duelle vor der Abstimmung endete die Meinungsverschiedenheit fast in einem Eklat, berichtet ARD-Korrespondent Heinz-Roger Dohms in einem Hintergrundreport. Wieder und wieder fragte Alistair Darling, der Kopf der “Better Together”-Kampagne, seinen Widersacher Salmond, was denn dessen Plan B in der Währungsfrage sei. Worauf sich Salmond derart um eine Antwort herumwand, dass das Studiopublikum zu buhen begann.

Dabei scheint Salmonds Vorhaben, auch im Falle der Unabhängigkeit am britischen Pfund festzuhalten, nicht unvernünftig. “Eine Währungsunion hätte zunächst einmal den Vorteil, dass keine Transaktionskosten entstehen”, erklärt George Buckley, Ökonom bei der Deutschen Bank in London. Schottische und englische Unternehmen könnten die Geschäfte, die sie miteinander tätigen, also weiterhin in Pfund abwickeln; und wer von Glasgow nach Liverpool zum Einkaufen führe, bräuchte keine Scotties umzutauschen. Auch entstünden keine Wechselkursrisiken, gegen die sich Firmen ansonsten teuer absichern müssten. (vwh)

Foto: Währungschaos droht: Der Kopf der Kampagne “Better together”, Alistair Darling (l), und der Chef der schottischen Nationalisten, Alex Salmond (r). (Quelle: Tagesschau)

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