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Schock für die betriebliche Krankenversicherung: Freigrenze gestrichen

29.10.2013 – Beiträge des Arbeitgebers zur betrieblichen Krankenzusatzversicherung (bKV) gelten nicht mehr als Sachzuwendung. Dies geht aus einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) an die obersten Finanzbehörden der Länder hervor (IV C 5 – S 2334/13/10001 – 2013/0865652). Daher müssen Arbeitnehmer Beiträge, die der Arbeitgeber für private Krankenzusatzversicherungen leistet, ab Januar 2014 als geldwerten Vorteil versteuern und zudem darauf Sozialversicherungsabgaben zahlen.

Mit seinem Beschluss hat das BMF die bisherige Freigrenze von 44 Euro pro Monat gekippt. Sie stützte sich auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH: 14. April 2011 – VI R 24/10). Auch Zuwendungen im Rahmen einer privaten Krankenzusatzversicherung an den Arbeitnehmer sind Barlohn, stellt das BMF nun unmissverständlich fest. Eine 44-Euro-Freigrenze auf “Zukunftssicherungsleistungen” führe zu “Wertungswidersprüchen” im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, in der die Steuerfreistellung der Arbeitgeberbeiträge in eine nachgelagerte Besteuerung münde. “Bei Zukunftssicherungsleistungen gilt im Einkommensteuerrecht ein eigenes Freistellungssystem, dem die 44-Euro-Freigrenze wesensfremd ist”, so die Argumentation des BMF. Die Entscheidung trifft die Private Krankenversicherung in einer Boomphase der bKV. (usk)

Links: BMF, PKV.de, DOSSIER

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