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Schlaganfall nach Blendung: Kein Unfall

15.10.2014 – 29_VersREin Autofahrer, der von der Sonne geblendet wurde, deswegen den Kopf ruckartig gedreht und einen Schlaganfall davongetragen hat, hat keinen Unfall erlitten. Die Unfallversicherung muss nicht bezahlen. Das hat das OLG Saarbrücken jüngst festgestellt (Az. 5 U 343/12).

In voriger Instanz war den Fragen nachgegangen worden, ob der Patient ein Attest nach Frist eingesandt hatte und ob tatsächlich ein medizinischer Zusammenhang zwischen Reaktion und Schlaganfall herzustellen war. Ein medizinischer Sachverständiger hatte erläutert, dass ein sogenanntes triviales Trauma wie eine Kopfdrehung, Husten oder Erbrechen einer spontanen Dissektion der Kopfaorta vorausgehen könne.

Unerheblich, stellte das OLG Saarbrücken fest: die sinnliche Wahrnehmung von Sonnenstrahlen und das dadurch veranlasste Drehen des Kopfes sind kein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes, eine unfreiwillige Gesundheitsschädigung hervorrufendes Ereignis. Dieser Definition des Begriffes Unfall müsse entsprochen sein, um Ansprüche aus der Unfallversicherung zu erlangen. (vwh)

Weitere Entscheidungen in der aktuellen Ausgabe von VersR (29/2014).

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