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Sachverständigenrat für Verbraucherfragen: Regulierungsbedarf bei Online-Portalen

12.11.2014 – Beratung_Rainer Sturm_pixelioDie Bildung eines Sachverständigenrates für Verbraucherfragen ist das Ergebnis eines Symposiums beim BMJV. Bundesminister Heiko Maas hat gestern entsprechend Vollzug gemeldet: “Der Sachverständigenrat stellt die Weichen für eine noch stärker auf wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen beruhende Verbraucherpolitik.”

Mit im Gremium ist unter anderen Gert. G. Wagner von der TU Berlin. Dokumentationspflichten dürfen nicht so detailliert und umfangreich sein, dass sie das Beratungsgespräch, ohne einen Mehrwert für den Kunden, behindern. Gibt es hingegen neue Ansätze für die Beratungsdokumentation, die einen echten Mehrwert für den Kunden bringen, sollten sie praktiziert werden. Die Position des GDV hatte Gerhard Müller, Vorsitzender des Vertriebsausschusses des GDV, vertreten.

„Wir wollen ein gemeinsames Verständnis zwischen Kunde und Vermittler über Inhalt und Verlauf eines Beratungsgesprächs erzielen“, erklärt Gerhard Müller anlässlich des Symposiums, das gestern beim Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) stattfand.

Die Versicherungswirtschaft habe einen hohen Anspruch an sich selbst, dem sie mit umfangreichen Selbstverpflichtungen, über gesetzgeberische Vorgaben hinaus, gerecht werden will: Dafür steht, so der GDV in einer Pressemitteilung, zum einen der Verhaltenskodex für den Vertrieb, in dem die sorgfältige Dokumentation des Beratungsgesprächs und die Aushändigung eines Protokolls vor Vertragsabschluss explizit formuliert sind. Darüber hinaus hat der Verband eine Checkliste für den Ablauf eines Beratungsgesprächs erstellt und diese seinen Mitgliedern zur Anwendung empfohlen.

Mit der Initiative „gut beraten“ stelle die Branche zudem hohe Anforderungen an die Weiterbildung von Versicherungsvermittlern, um die Qualität der Beratung kontinuierlich zu verbessern.

BVK-Chef Michael H. Heinz sieht ebenfalls keinen weiteren Bedarf zur Verschärfung der Überwachung von Vermittlern: “Die Versicherungsvermittlung hat eine gute Vertrauensbasis und war weder Auslöser noch Mitwirkender der Finanzmarktkrise.” Allerdings sieht der BVK staatlichen Regulierungsbedarf bei Internet- und Vergleichsportalen: „Diese müssten die gesetzlichen Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflichten ebenso erfüllen wie unser für die Absicherung von Millionen von Menschen so wichtiger Berufsstand“, sagt der BVK-Präsident.

Der Sachverständigenrat soll im jährlichen Wechsel ein umfassendes Gutachten zur Lage der Verbraucher in Deutschland bzw. ein Gutachten zu wichtigen verbraucherrelevanten Themen und Entwicklungen – etwa im Bereich der digitalen Welt oder im Finanzmarkt – vorlegen. (vwh/ku)

Bildquelle: Rainer Sturm/ pixelio.de

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