Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Rürup rechnet mit Rentenmodellen ab

22.05.2015 – bert-ruerup-150Die dauerhafte Zinsflaute und geringe Erträge bei Riester-Verträgen können nach Einschätzung des Renten-Experten Bert Rürup das Versorgungsniveau für künftige Ruheständler unter 50 Prozent drücken: “Die Bundesregierung rechnet in ihren Rentenmodellen zu optimistisch”, sagt der ehemalige Wirtschaftsweise.

Wie das Wirtschaftsmagazin Capital berichtet, geht Bert Rürup damit auf Konfrontationskurs zu Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD). Deren Ministerium hält an den offiziellen Berechnungen des Versorgungsniveaus inklusive der Riester-Rente von 51 Prozent für einen Neurentner im Jahr 2027 fest.

Rürup bekommt Unterstützung von Versicherungsmathematikern, die lediglich ein Sicherungsniveau von knapp 48 Prozent erwarten.

Die Berechnungen des Bundessozialministeriums gehen davon aus, dass fast alle Arbeitnehmer privat mit einem Riester-Vertrag sparen und sich dieser jährlich mit vier Prozent verzinst. Doch Rentenpolicen rentieren heute oft nur noch unter drei Prozent jährlich mit entsprechenden Auswirkungen auf die spätere Leistung.

Darüber hinaus sorgen weniger Menschen fürs Alter vor als angenommen. Um das Minus in der gesetzlichen Rente aufzufangen, müssten 34 Mio. Beschäftigte jedes Jahr vier Prozent ihres Einkommens in einen Riester-Vertrag stecken. Bisher zahlen aber nur 6,4 Mio. den vollen Betrag ein. (vwh/ku)

Bild: Der ehemalige Wirtschaftsweise Bert Rürup (Quelle: GDV)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten