Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Risikosteuerung bei Chemiefabriken

11.08.2015 – Chemiewerk_Alfred Teske_pixelio.deChemie-Fabriken sind für Versicherer ein schwer zu kalkulierendes Risiko. Die beiden Zwischenfälle in der vergangenen Woche im Krefelder Chempark und in Hamburg Billbrook zeigen, welche Schadendimensionen solche Unfälle annehmen können. Mit der neu-formulierten Seveso-III-Richtlinie werden jetzt die Sicherheitsanforderungen an die Chemie-Industrie nochmals verschärft. Auch die Versicherer profitieren von der neuen Regelung.

Eine der grundlegenden Funktionen der neuen Richtlinie, die von den EU-Mitgliedsstaaten bis zum 1. Juni 2015 in nationales Recht umgesetzt werden musste, ist neben einer effizienten Risikoabschätzung von industriellen Anlagen und Einrichtungen mit einem Gefährdungspotenzial insbesondere deren effektive Risikosteuerung, schreibt Waldemar Witt, Gründer und Manager des Risikoanalyse-Unternehmens Savarex Systems, in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft: “Die neuen Kriterien der Seveso-III-Richtlinie beinhalten nicht nur eine Vielzahl interessanter Möglichkeiten und Lösungen für die Versicherungswirtschaft, sie spielen den Interessen der Versicherer gleichsam in die Hände.”

Eine wichtige Rolle spielt dabei der in der neuen Richtlinie verlangte Sicherheitsbericht der Unternehmen. Dieser soll wie ein Spiegel ihrer Risikolage für die Chemiekonzerne wirken. Dazu müssen von den Unternehmen umfangreiche Daten erhoben werden. Auf deren Basis können sich dann auch die Versicherer schneller ein genaues Bild der Risikolage verschaffen als bisher.

Witt: “Die neuen Regelungen der Seveso-III-Richtlinie bringen der Versicherungswirtschaft beste und lange erwartete Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung, steigende Effizienz und eine übersichtliche Risikotransparenz.” Die aus der Kenntnis des tatsächlichen Risikos gewonnen Resultate fließen in die Versicherungsverträge ein und senken so die Kosten für die Unternehmen oder bieten einen Anreiz zur Risikominimierung. Den Versicherungsunternehmen hingegen eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten bei der Produktgestaltung, eine effizientere und übersichtliche Verwaltung von gleichen und ähnlichen Risiken und daraus resultierend eine zunehmende Konkurrenzfähigkeit. (vwh/jko)

Bildquelle: Alfred Teske / pixelio.de

bestellen_vwh Ausführlicher Expert: “Genaues Bild der Risikolage“. Versicherungsaudit von Chemiekonzernen wird dank verschärfter Seveso-III-Auflagen erleichtert, in VW 8/2015 (Einzelbestellung 3,81 Euro).

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten