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Rettungspaket für PKV-Kunden gesucht

30.09.2016 – Geld Arztrechnung Bernd Kasper_pixelio.deDie Katze ist aus dem Sack: Sechs Millionen Kunden der privaten Krankenversicherung müssen sich auf rasante Tarifsteigerungen zum Jahreswechsel einstellen – im Schnitt um elf Prozent. “Wir gehen davon aus, dass einzelne Parteien das Thema in ihrer Argumentation für die Einführung der Bürgerversicherung verwenden werden”, erklärt die DKV. Im Wahljahr 2017 muss die PKV um ihre Existenz bangen.

“Man hört aber aus dem ein oder anderen politischen Lager, dass die Bürgerversicherung wieder auf die Agenda kommen könnte”, sagt Barmenia-Chef Andreas Eurich gegenüber VWheute. “Bei den letzten Bundestagswahlen haben wir das ja deutlich zu spüren bekommen. In der Tat sind wir stark in der Personenversicherung unterwegs und damit abhängig von den politischen Entwicklungen.”

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht wegen der Beitragsexplosion keine Notwendigkeit für gesetzliche Änderungen: “Wir sind nicht die Knechte der PKV-Lobby”, wird er in der FAZ zitiert. PKV-Direktor Volker Leienbach spricht von “untypischen Beitragserhöhungen”. Dabei sind Niedrigzinsen und der medizinische Fortschritt kein neues Phänomen – ebenso die abnehmende Zahl von Beitragszahlern. Die Debeka erklärt gegenüber VWheute: “Der Politik ist es bewusst, dass sich die Nullzinspolitik der EZB auf viele Vorsorgebereiche auswirkt.” Die Hälfte der PKV-Kunden sind Beamte, um die sorgt sich die CDU und will gesetzliche Änderungen vornehmen.

Die Debeka bestätigt, dass nach fünf bis sechs Jahren weitgehend stabiler Beiträge für 1,5 von 2,3 Millionen Vollversicherte zum 1. Januar 2017 wegen Anpassungen geben werde. Auch bei der DKV wird es in der Krankheitskostenvollversicherung in verschiedenen Tarifen eine Beitragsüberprüfung und -anpassung geben. “Die genaue Höhe der erforderlichen Anpassungen in der Krankheitskostenvollversicherung werden wir spätestens im Februar 2017 nennen können”, erklärt die DKV. (dg)

Bildquelle: Bernd Kasper / pixelio.de

 

 

 

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