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Reporting-Anforderungen auf mehrere Schultern verteilen

18.12.2015 – Hogrebe_CaceisChristian Hogrebe von der Caceis-Bank zum Start von Solvency II. Die Implementierung der Solvency II-Richtlinie ist ein Anstoß für umfassende Verschiebungen der Aufgabenverteilung von Versicherern, Asset Managern und Asset Servicing Providern, um mit vereinten Kräften die teils massiv gestiegenen Reporting-Anforderungen bewältigen zu können. Es ist zu beobachten, dass viele Versicherungsunternehmen ihre Asset-Allokation auf die neuen Gegebenheiten angepasst haben.

Anlagen in risikoreiche Asset-Klassen werden gemieden, Investitionen in Sachwerte wurden verstärkt, in der Erwartung das niedrige Zinsniveau abzufedern. Die Anpassungen bedeuten hinsichtlich der Berichterstattung auch steigende Anforderungen an Verwahrstellen oder Fondsadministratoren. Die Anpassungen bedeuten hinsichtlich der Berichterstattung auch steigende Anforderungen an Verwahrstellen oder Fondsadministratoren. Einige Versicherungsunternehmen werden sich möglicherweise erst in den nächsten 12 bis 18 Monaten final für die Auslagerung von Anleger- und Aufsichts-Reportings entscheiden.

Für Verwahrstellen liegt der Fokus insbesondere auf den Berichterstattungspflichten. Das Transparenzkonzept von Solvency II sieht vor, dass die Versicherer künftig deutlich detailliertere Angaben zu ihren gehaltenen Fonds machen. Zu den größten Herausforderungen zählt das Management von Informationen, da im Rahmen der Offenlegungs- und Reporting-Anforderungen zumeist ein erweiterter Informationsstandard erforderlich wird. Dieser übersteigt deutlich die bisherige Qualität und Tiefe der Daten.

Fraglich ist demnach, wie die Versicherungen diesen Anforderungen regulierungskonform – und dabei möglichst effizient – entsprechen können. Zum einen bauen die Versicherungsunternehmen die Expertise inhouse weiter aus, zum anderen lagern sie ihre Reporting-Vorleistungen teilweise aus – je nach individueller Strategie.

Die etablierten Dienstleister in diesem Bereich sind die Asset Servicing Provider. Denn Verwahrstellen und Fondsadministratoren, die bereits große Fondsvolumina für ihre Kunden verwahren beziehungsweise administrieren, verfügen über die Kapazitäten. Um die Abstimmung hinsichtlich des Informationstransfers zwischen institutionellen Investoren, Asset Managern und Service Providern zu vereinfachen, sucht die Branche nach gemeinsamen europäische Standards, wie etwa den “Club Ampere”.

Bild: Christian Hogrebe, Business Development Director für Asset Manager und institutionelle Kunden bei der Caceis Bank Deutschland. (Quelle: Caceis)

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