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Rentenversicherung erwirtschaftet Überschuss

27.07.2015 – Rentner_Petra Bork_pixelioDie gesetzliche Rentenversicherung hat im Juni einen Überschuss von etwa 280 Mio. Euro erwirtschaftet. Dies berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf den vertraulichen Halbjahresbericht. Erwartet wurden vielmehr – wie in den Monaten zuvor – rote Zahlen. Damit sei eine erneute Senkung des Rentenbeitrages durchaus möglich, berichtet das Blatt weiter.

Zu den Hauptgründen zählen laut Bericht vor allem die gute Konjunktur mit der damit verbundenen positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie die stark steigenden Löhne. Beides habe daher für einen Boom bei den Beitragseinnahmen gesorgt. “Die gute Wirtschaftsentwicklung hat die Einnahmeausfälle wegen der Beitragssenkung überkompensiert”, wird CDU-Rentenexperte Peter Weiß zitiert.

Wie die Zeitung weiter berichtet, habe die Rentenversicherung Anfang die Prognose um zwei Mrd. Euro nach oben auf 1,73 Monatsausgaben korrigiert. Allerdings fiel das Defizit der Rentenversicherung im ersten mit 2,24 Mrd. Euro rund 250 Mio. Euro niedriger aus als die korrigierte Schätzung.

Der der Wirtschaftsflügel der Union will laut Handelsblatt nun jeden Spielraum für eine Beitragssenkung nutzen. “Die Sozialkassen sind keine Sparkassen. Das Geld gehört den Beitragszahlern und muss zurückgegeben werden”, sagte Carsten Linnemann, Chef der Mittelstandsvereinigung der Union. Bei den Gewerkschaften treffen diese Pläne hingegen auf heftigen Widerstand: “Nur weil die Beitragseinnahmen im Augenblick gerade sprudeln, sollten wir sie nicht durch eine Beitragssenkung wieder verpulvern”, warnte Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstands. (vwh/td)

Bildquelle: Petra Bork / pixelio.de

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